Erb­schaft­steu­er bei form­un­wirk­sa­mem Ver­schaf­fungs­ver­mächt­nis

Aner­ken­nen und beach­ten der Belas­te­te und der Begüns­tig­te den Wil­len des Erb­las­sers und füh­ren sie des­sen form­un­wirk­sam ange­ord­ne­tes Ver­schaf­fungs­ver­mächt­nis aus, ent­steht die Erb­schaft­steu­er nach einem jetzt ver­öf­fent­lich­ten Urteil des Bun­des­fi­nanz­hofs nicht – auch nicht rück­wir­kend – mit dem Tod des Erb­las­sers, son­dern erst mit der Erfül­lung des Ver­mächt­nis­ses.

Erb­schaft­steu­er bei form­un­wirk­sa­mem Ver­schaf­fungs­ver­mächt­nis

Der ver­mächt­nis­wei­se erwor­be­ne Anspruch auf Ver­schaf­fung einer Sache, die sich der Belas­te­te mit Gel­dern aus dem Nach­lass besor­gen muss, ist mit dem gemei­nen Wert zu bewer­ten. Dies gilt unab­hän­gig davon, ob die Steu­er vor 1996 oder nach 1995 ent­stan­den ist.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 28. März 2007 – II R 25/​05