Der Bundesfinanhzhof hat seine Rechtsprechung geändert: § 14c Abs. 1 UStG begründet bei einer Rechnungserteilung an Endverbraucher keine Steuerschuld.
Für eine Anwendung des § 14c Abs. 1 UStG ist zunächst festzustellen, ob Abrechnungen vorliegen, die die für eine Rechnung im Sinne des § 14c UStG erforderlichen Pflichtangaben aufweisen1 und ob diese Rechnungen als von der Klägerin ausgestellt zu betrachten sind2.
Falls dies zu bejahen sein sollte, ist der Frage nachzugehen, inwieweit die Empfänger der Rechnungen Endverbraucher sind3, so dass dann keine Steuerschuld im Sinne des § 14c UStG entsteht. Vorsorglich weist der Bundesfinanzhof darauf hin, dass er im Hinblick auf die Rechtsprechung des Gerichtshofs der Europäischen Union3 nicht mehr daran festhält, dass eine Steuerschuld nach § 14c Abs. 1 UStG auch bei einer Rechnungserteilung an Endverbraucher entsteht4.
Bundesfinanzhof, Urteil vom 26. März 2026 – V R 46/25
- vgl. dazu BFH, Urteile vom 17.02.2011 – V R 39/09, BFHE 233, 94, BStBl II 2011, 734, Leitsatz 1 und Rz 19 und 25; vom 19.11.2014 – V R 29/14, BFH/NV 2015, 706, Rz 16; BFH, Beschluss vom 19.03.2025 – XI R 4/22, BFHE 289, 58, BStBl II 2026, 400, Rz 15[↩]
- vgl. dazu BFH, Urteile vom 05.12.2024 – V R 16/22, BFHE 287, 537, BStBl II 2025, 536, Rz 13; vom 09.07.2025 – XI R 25/23, Rz 44[↩]
- EuGH, Urteil Finanzamt Österreich vom 01.08.2025 – C-794/23, EU:C:2025:622, Antwort 2 und Rz 31[↩][↩]
- BFH, Urteil vom 13.12.2018 – V R 4/18, BFHE 263, 535, BStBl II 2024, 234[↩]











