Grund­er­werb­steu­er bei Zwi­schen­ge­schäf­ten

Bei Grund­stücks­ver­käu­fen ent­steht die Grund­steu­er­pflicht erst mit der Abga­be eines wirk­sa­men, also nota­ri­ell beur­kun­de­ten Kauf­an­ge­bots. Die viel­fach übli­chen pri­vat­schrift­li­chen Vor­ver­trä­ge lösen dage­gen kei­ne Grund­er­werb­steu­er­pflicht aus.

Grund­er­werb­steu­er bei Zwi­schen­ge­schäf­ten

Die Tat­be­stands­ver­wirk­li­chung nach § 1 Abs. 1 Nr. 6 oder 7 GrEStG setzt ein rechts­wirk­sa­mes "Kauf­an­ge­bot" vor­aus. Ein der Form des § 313 BGB (§ 311b BGB n.F.) nicht genü­gen­des Ver­trags­an­ge­bot bzw. in die Rechts­form eines Ver­trags geklei­de­tes "Kauf­an­ge­bot" erfüllt nicht die tat­be­stand­li­chen Anfor­de­run­gen des § 1 Abs. 1 Nr. 6, 7 GrEStG.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 5. Juli 2006 – II R 7/​05