Hessisches Finanzgericht Kassel

Der über­se­he­ne Antrag auf getrenn­te Veranlagung

Ein ‑von Amts wegen zu berück­­si­ch­­ti­­gen­­der- Ver­stoß gegen die sog. Grund­ord­nung des Ver­fah­rens liegt vor, wenn das Finanz­ge­richt das Begeh­ren des Klä­gers zu Unrecht aus­schließ­lich auf die Auf­he­bung des Ein­kom­men­steu­er­be­schei­des und nicht (auch) auf die voll­stän­di­ge Auf­he­bung des Zusam­men­ver­an­la­gungs­be­schei­des wegen eines Wech­sels der Ver­an­la­gungs­art bezo­gen hat. Dar­in liegt ein Unter­schrei­ten des

Lesen

Ein­zel­ver­an­la­gung von Ehe­gat­ten – Höchst­be­trags­be­rech­nung und Günstigerprüfung

Bean­tra­gen Ehe­gat­ten die Ein­zel­ver­an­la­gung und den hälf­ti­gen Abzug von Son­der­aus­ga­ben nach § 26a Abs. 2 Satz 2 EStG, so sind die von bei­den Ehe­gat­ten getra­ge­nen Vor­sor­ge­auf­wen­dun­gen zusam­men­zu­rech­nen und hälf­tig zu ver­tei­len. Erst danach ist getrennt für jeden Ehe­gat­ten die Höchst­be­trags­be­rech­nung und Güns­ti­ger­prü­fung nach § 10 Abs. 4a EStG durch­zu­füh­ren. Gemäß § 26a

Lesen

Ehe­gat­ten­ver­an­la­gung – und die Zusam­men­ver­an­la­gung nach bestands­kräf­ti­ger Einzelveranlagung

Erfül­len Ehe­gat­ten die Vor­aus­set­zun­gen der Ehe­gat­ten­ver­an­la­gung (§ 26 Abs. 1 EStG), kön­nen sie nach der im Jahr 2008 gel­ten­den Rechts­la­ge zwi­schen getrenn­ter Ver­an­la­gung (§ 26a EStG), Zusam­men­ver­an­la­gung (§ 26b EStG) sowie der beson­de­ren Ver­an­la­gung im Jahr der Ehe­schlie­ßung (§ 26c EStG) wäh­len und die ein­mal getrof­fe­ne Wahl bis zur Unan­fecht­bar­keit eines

Lesen

Ein­zel­ver­an­la­gung von Ehe­gat­ten – und der Abzug des hälf­ti­gen Behinderten-Pauschbetrags

Nach § 26a Abs. 2 Satz 2 EStG ist auf über­ein­stim­men­den Antrag der Ehe­gat­ten der grund­sätz­lich einem Ehe­gat­ten zuste­hen­de Behin­­der­­ten-Pau­sch­­be­­trag (vgl. § 33b Abs. 1 bis 3 EStG) bei der Ein­zel­ver­an­la­gung der Ehe­gat­ten jeweils zur Hälf­te abzu­zie­hen. Gemäß § 26a Abs. 2 Sät­ze 1 und 2 EStG wer­den Son­der­aus­ga­ben, außer­ge­wöhn­li­che Belas­tun­gen und die Steu­er­ermä­ßi­gung nach § 35a

Lesen