Lauterkeitsrechtlicher Nachahmungsschutz

Der Begriff der Waren und Dienstleistungen im Sinne von § 4 Nr. 9 UWG ist weit auszulegen. Gegenstand des lauterkeitsrechtlichen Nachahmungsschutzes können Leistungs- und Arbeitsergebnisse aller Art sein.

Lauterkeitsrechtlicher Nachahmungsschutz

Schutzfähig sind auch verkörperte Werbemittel1.

Maßgebend ist, ob dem Erzeugnis wettbewerbliche Eigenart zukommt, ob also seine konkrete Ausgestaltung oder bestimmte Merkmale geeignet sind, die interessierten Verkehrskreise auf seine betriebliche Herkunft oder seine Besonderheiten hinzuweisen2.

Bundesgerichtshof, Urteil vom 23. September 2015 – I ZR 105/14

  1. vgl. Köhler in Köhler/Bornkamm, UWG, 33. Aufl., § 4 Rn.09.22[]
  2. st. Rspr.; vgl. nur BGH, Urteil vom 22.03.2012 – I ZR 21/11, GRUR 2012, 1055 Rn.19 = WRP 2012, 1379 Sandmalkasten; Urteil vom 22.01.2015 – I ZR 107/13, GRUR 2015, 909 Rn. 11 = WRP 2015, 1090 – Exzenterzähne[]