Neu­re­ge­lung der Ver­mö­gens­ab­schöp­fung – und das straf­recht­li­che Rück­wir­kungs­ver­bot

Der Bun­des­ge­richts­hof erach­tet die Über­gangs­vor­schrift zum neu­en straf­recht­li­chen Ver­mö­gens­ab­schöp­fungs­recht in einem Teil­be­reich für ver­fas­sungs­wid­rig und hat nun eine ent­spre­chen­de Rich­ter­vor­la­ge an das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt gerich­tet. Dem zugrun­de lag ein Fall aus dem Olden­bur­gi­schen: Das Land­ge­richt Olden­burg hat zwei Ange­klag­te von Vor­wür­fen des Ver­sto­ßes gegen das Schwarz­ar­beits­be­kämp­fungs­ge­setz frei­ge­spro­chen. Dar­über hin­aus hat es

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Sexu­el­ler Miss­brauch der Stief­toch­ter

§ 174 Abs. 1 Nr. 3 StGB in der vom 01.04.2004 bis zum 26.01.2015 gel­ten­den Fas­sung setz­te vor­aus, dass es sich bei dem Tat­op­fer um ein noch nicht acht­zehn Jah­re altes leib­li­ches oder ange­nom­me­nes Kind des Täters han­delt. Dies trifft auf die Toch­ter der Lebens­ge­fähr­tin nicht zu. Zwar erfasst § 174 Abs.

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Amts­zeit­ver­län­ge­rung eines amtie­ren­den Land­rats

Das Demo­kra­tie­prin­zip ist durch die gesetz­li­chen Rege­lun­gen zu Wahl­ver­zicht und Amts­zeit­ver­län­ge­rung nicht ver­letzt, wenn der Land­rat als Amts­wal­ter auf­grund der Beschlüs­se des Kreis­tags wei­ter­hin mit­tel­bar legi­ti­miert ist. Mit die­ser Begrün­dung hat das Ver­wal­tungs­ge­richt Han­no­ver in dem hier vor­lie­gen­den Fall den Antrag von Kreis­tags­ab­ge­ord­ne­ten abge­lehnt, mit dem die Voll­zie­hung von Kreis­tags­be­schlüs­sen

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Vor­or­gan­schaft­lich ver­ur­sach­te Mehr­ab­füh­run­gen als fik­ti­ve Gewinn­aus­schüt­tun­gen

Der Bun­des­fi­nanz­hof hält die Bestim­mung des § 34 Abs. 9 Nr. 4 i.V.m. § 14 Abs. 3 Satz 1 KStG 2002 i.d.F. des Rich­t­­li­­ni­en-Umset­zungs­­ge­­se­t­­zes infol­ge Ver­sto­ßes gegen das ver­fas­sungs­recht­li­che Rück­wir­kungs­ver­bot für ver­fas­sungs­wid­rig und hat die­se Fra­ge nun dem Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt vor­ge­legt. Vor­or­gan­schaft­lich ver­ur­sach­te Mehr­ab­füh­run­gen einer Organ­ge­sell­schaft an ihren Organ­trä­ger stel­len kei­ne Gewinn­aus­schüt­tun­gen i.S. der

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