Straf­zu­mes­sung – und die ver­mu­te­ten Spät­fol­gen der Tat

Der Zwei­fels­satz gilt unein­ge­schränkt auch für die Straf­zu­mes­sung . Kann das Gericht kei­ne siche­ren Fest­stel­lun­gen über Fol­gen der Tat tref­fen, darf sich dies nicht zu Las­ten des Ange­klag­ten aus­wir­ken. Eine zum Nach­teil des Ange­klag­ten auf blo­ße Ver­mu­tun­gen hin­sicht­lich mög­li­cher­wei­se auf­tre­ten­der Spät­fol­gen der Tat gestütz­te Straf­zu­mes­sung ist unzu­läs­sig . Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss

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Straf­zu­mes­sung – und der hohe Gesamt­scha­den

Zwar kann im Fall eines hohen Gesamt­scha­dens, der sich aus einer sehr gro­ßen Zahl von Klein­schä­den zusam­men­setzt, die Mög­lich­keit einer Beschrän­kung des Ver­fah­rens­stoffs nach §§ 154, 154a StPO mit Blick auf die rechts­feh­ler­freie Erfas­sung des Schuld­um­fangs beschränkt sein, wenn kei­ne Taten mit höhe­ren Ein­zel­schä­den vor­lie­gen . Eine nähe­re Bestim­mung der

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Straf­zu­mes­sung – und die ver­schul­de­ten Aus­wir­kun­gen der Tat

Als ver­schul­de­te Aus­wir­kun­gen der Tat im Sin­ne von § 46 Abs. 2 StGB kön­nen nur Gescheh­nis­se und Umstän­de ange­se­hen wer­den, bei denen fest­steht, dass sie durch die Tat ver­ur­sacht wor­den sind. Kann das Gericht hier­zu kei­ne siche­ren Fest­stel­lun­gen tref­fen, darf sich das nicht zu Las­ten des Ange­klag­ten aus­wir­ken . Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss

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Nach­tei­li­ge Tat­fol­gen für den Täter

Nach­tei­li­ge Fol­gen sind für den Täter nicht schlecht­hin straf­mil­dernd. Wer bei sei­ner Tat bestimm­te Nach­tei­le für sich selbst (zwar nicht gewollt, aber) bewusst auf sich genom­men hat, ver­dient in der Regel kei­ne straf­mil­dern­de Berück­sich­ti­gung . Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 14. Dezem­ber 2016 – 2 StR 177/​16

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Sexu­el­le Nöti­gun­gen – und die psy­cho­lo­gi­sche Behand­lung des Opfers

Es kann nicht bereits bei der Straf­rah­men­wahl und bei der kon­kre­ten Zumes­sung der Ein­zel­stra­fen straf­schär­fend berück­sich­tigt wer­den, dass das Opfer infol­ge der Taten psy­cho­lo­gi­sche Unter­stüt­zung zur Bewäl­ti­gung des Gesche­hens benö­ti­ge und dass die Taten sich ins­ge­samt über einen sehr lan­gen Zeit­raum erstreck­ten. Dies gilt zumin­dest dann, wenn nicht fest­steht, dass

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