Straf­zu­mes­sung – und die ver­mu­te­ten Spät­fol­gen der Tat

Der Zwei­fels­satz gilt unein­ge­schränkt auch für die Straf­zu­mes­sung1.

Straf­zu­mes­sung – und die ver­mu­te­ten Spät­fol­gen der Tat

Kann das Gericht kei­ne siche­ren Fest­stel­lun­gen über Fol­gen der Tat tref­fen, darf sich dies nicht zu Las­ten des Ange­klag­ten aus­wir­ken.

Eine zum Nach­teil des Ange­klag­ten auf blo­ße Ver­mu­tun­gen hin­sicht­lich mög­li­cher­wei­se auf­tre­ten­der Spät­fol­gen der Tat gestütz­te Straf­zu­mes­sung ist unzu­läs­sig2.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 28. August 2018 – 4 StR 320/​18

  1. vgl. BGH, Urtei­le vom 28.07.1983 – 4 StR 310/​83, StV 1983, 456; vom 15.05.1985 – 2 StR 149/​85, StV 1986, 5 []
  2. vgl. BGH, Beschlüs­se vom 07.01.1997 – 4 StR 601/​96, NStZ 1997, 336, 337; vom 07.07.1998; und vom 20.08.2003, jeweils aaO []