Eine Abgabe von Betäubungsmitteln im Sinne des § 29 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 BtMG ist jede Gewahrsamsübertragung an eine andere Person zur freien Verfügung. An einer solchen fehlt es, wenn Betäubungsmittel zum sofortigen Gebrauch an Ort und Stelle hingegeben werden.
In dieser Konstellation des sofortigen Gebrauchts an Ort und Stelle ist vielmehr der Tatbestand des Überlassens zum unmittelbaren Verbrauch gemäß § 29 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 Buchst. b Alternative 2 BtMG erfüllt1.
Bundesgerichtshof, Beschluss vom 24. Januar 2024 – 3 StR 453/23
- vgl. BGH, Beschlüsse vom 24.03.2022 – 6 StR 14/22 2; vom 08.02.2022 – 3 StR 458/21, BGHR BtMG § 29a Abs. 1 Nr. 1 Verbrauchsüberlassung 1 Rn. 7; vom 23.03.2021 – 3 StR 19/21, NStZ 2022, 301 Rn. 8; Urteil vom 22.11.2016 – 1 StR 329/16 23; Beschlüsse vom 14.04.2015 – 5 StR 109/15, NStZ-RR 2015, 218; vom 08.07.1998 – 3 StR 241/98, NStZ-RR 1998, 347; Patzak/Volkmer/Fabricius, BtMG, 10. Aufl., § 29 Rn. 830, 1205 ff.; MünchKomm-StGB/O?lakc?o?lu, 4. Aufl., § 29 BtMG Rn. 842; Weber/Kornprobst/Maier, BtMG, 6. Aufl., § 29 Rn. 1542 f.[↩]
Bildnachweis:
- Marihuana,Cannabis,BTM,: Pixabay (User: TechPhotoGal)










