Die Daten der Bewäh­rungs­hil­fe

Der Bun­des­rat hat am 8. Juli 2011 die Ein­brin­gung des Ent­wurfs eines Geset­zes zur Stär­kung der Bewäh­rungs­hil­fe und der Straf­fäl­li­gen­ar­beit in den Deut­schen Bun­des­tag beschlos­sen. Mit dem Gesetz­ent­wurf soll frei­lich kei­ne "Stär­kung" der Bewäh­rungs­hil­fe erfol­gen, es soll viel­mehr eine gesetz­li­che Grund­la­ge für die Über­mitt­lung per­so­nen­be­zo­ge­ner Daten der Bewäh­rungs­hel­fer an die Poli­zei, die Straf­voll­stre­ckungs­be­hör­de und die Ein­rich­tun­gen des Jus­tiz- und Maß­re­gel­voll­zugs geschaf­fen wer­den.

Die Daten der Bewäh­rungs­hil­fe

Wenn ein Bewäh­rungs­hel­fer bei der Betreu­ung eines Ver­ur­teil­ten Kennt­nis­se erlangt, die für die Ver­hin­de­rung von Gefah­ren für das Leben, die per­sön­li­che Frei­heit oder die sexu­el­le Selbst­be­stim­mung Drit­ter von ele­men­ta­rer Bedeu­tung sind, wäre auf der Grund­la­ge die­ses Gesetz­ent­wurfs – wenn er denn vom Deut­schen Bun­des­tag beschlos­sen wird – die­se künf­tig auf­grund einer siche­ren Rechts­grund­la­ge an die Poli­zei und Staats­an­walt­schaft wei­ter­zu­ge­ben. Glei­ches gilt für Kennt­nis­se, die für den Voll­zug der Frei­heits­ent­zie­hung, ins­be­son­de­re zur För­de­rung der Voll­zugs- und Behand­lungs­pla­nung oder der Ent­las­sungs­vor­be­rei­tung erfor­der­lich sind. Die­se sol­len künf­tig eben­falls auf­grund einer siche­ren Rechts­grund­la­ge an die Ein­rich­tun­gen des Jus­tiz- und Maß­re­gel­voll­zu­ges über­mit­telt wer­den.