Die Revi­si­on der Neben­klä­ge­rin – und die Sach­rü­ge

Die Revi­si­on der Neben­klä­ge­rin ist unzu­läs­sig, wenn sich dem Revi­si­ons­vor­trag nicht zu ent­neh­men ist, dass das Urteil mit dem Ziel einer Ände­rung des Schuld­spruchs wegen einer ande­ren oder einer wei­te­ren Geset­zes­ver­let­zung ange­grif­fen wird, die zum Anschluss als Neben­klä­ger berech­tigt.

Die Revi­si­on der Neben­klä­ge­rin – und die Sach­rü­ge

Neben­klä­ger kön­nen nach der gesetz­li­chen Rege­lung des § 400 Abs. 1 StPO das Urteil nicht mit dem Ziel anfech­ten, dass eine ande­re Rechts­fol­ge ver­hängt wird.

Des­halb bedarf es bei Revi­sio­nen der Neben­kla­ge in der Regel eines Revi­si­ons­vor­tra­ges, der deut­lich macht, dass der Beschwer­de­füh­rer ein zuläs­si­ges Ziel ver­folgt.

Eine dahin gehen­de Aus­le­gung ist auf der allei­ni­gen Grund­la­ge der nur all­ge­mein erho­be­nen Sach­rü­ge nicht mög­lich 1.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 15. Dezem­ber 2016 – 3 StR 417/​16

  1. BGHR StPO § 400 Abs. 1 Zuläs­sig­keit 5 und 10; BGH NStZ-RR 2002, 104; 2009, 253; Mey­er-Goß­ner/­Sch­mitt StPO 59. Aufl. § 400 Rn. 6 mwN[]