ESA-Schnell­test

Die Fest­stel­lung, dass es sich bei sicher­ge­stell­ten Sub­stan­zen um Betäu­bungs­mit­tel han­delt, darf nicht allein auf das Ergeb­nis eines ESA-Schnell­tests gestützt wer­den.

ESA-Schnell­test

Bei dem ESA-Schnell­test han­delt es sich nicht um ein in der Pra­xis als zuver­läs­sig aner­kann­tes Stan­dard­test­ver­fah­ren 1, so dass allein dar­auf, dass es sich bei der Sub­stanz um Rausch­gift han­del­te, nicht gestützt wer­den kann.

Die­se Fra­ge wird unter Hin­zu­zie­hung eines Sach­ver­stän­di­gen auf­zu­klä­ren sein, der sich ggf. auch zu der Fra­ge äußern soll­te, ob es anhand des Reak­ti­ons­ver­laufs eines ESA-Tests mög­lich ist, zuver­läs­sig Schlüs­se auf den Wirk­stoff­ge­halt der getes­te­ten Sub­stanz zu zie­hen. Gege­be­nen­falls wird die bei dem Ange­klag­ten gefun­de­ne Sub­stanz sach­ver­stän­dig zu unter­su­chen sein.

Ober­lan­des­ge­richt Cel­le, Beschluss vom 25. Juni 2014 – 32 Ss 94/​14

  1. vgl. OLG Hamm, StV 1999, 420; OLG Thü­rin­gen, StV 2006, 530[]