Fest­ge­stell­te Tat­sa­chen – und die Urteils­grün­de

Nach § 267 Abs. 1 Satz 1 StPO sind im Urteil die für erwie­sen erach­te­ten Tat­sa­chen anzu­ge­ben, in denen die gesetz­li­chen Merk­ma­le der Straf­tat gefun­den wer­den.

Fest­ge­stell­te Tat­sa­chen – und die Urteils­grün­de

Hier­zu hat der Tatrich­ter die Urteils­grün­de so abzu­fas­sen, dass sie erken­nen las­sen, wel­che der fest­ge­stell­ten Tat­sa­chen den ein­zel­nen objek­ti­ven und sub­jek­ti­ven Tat­be­stands­merk­ma­len zuzu­ord­nen sind und sie aus­fül­len 1.

Rechts­be­grif­fe müs­sen durch die ihnen zugrun­de lie­gen­den Vor­gän­ge auf­ge­löst wer­den, sofern sie nicht all­ge­mein geläu­fig sind oder sich die ihnen zugrun­de lie­gen­den Tat­sa­chen aus dem Urteils­zu­sam­men­hang ergän­zen las­sen 2.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 1. Okto­ber 2015 – 3 StR 102/​15

  1. BGH, Beschluss vom 13.01.2005 – 3 StR 473/​04, BGHR StPO § 267 Abs. 1 Satz 1 Sach­dar­stel­lung 13[]
  2. KK-Kuck­ein, StPO, 7. Aufl., § 267 Rn. 9; LR/​Stuckenberg, StPO, 26. Aufl., § 267 Rn. 38 jeweils mwN[]