Gesamt­stra­fen­bil­dung im zwei­ten Durch­gang – und die Geld­stra­fe neben der Frei­heits­tra­fe

Nach § 358 Abs. 2 StPO darf die Sum­me aus einer (Gesamt)Freiheitsstrafe und den Tages­sät­zen einer Geld­stra­fe die frü­he­re Gesamt­frei­heits­stra­fe nicht über­stei­gen, wenn eine aus Frei­heits­stra­fen und Geld­stra­fe gebil­de­te Gesamt­stra­fe kei­nen Bestand hat und nun­mehr auf bei­de Straf­ar­ten neben­ein­an­der erkannt wird 1.

Gesamt­stra­fen­bil­dung im zwei­ten Durch­gang – und die Geld­stra­fe neben der Frei­heits­tra­fe

Der Bun­des­ge­richts­hof sieht kei­nen Grund, für den Fall, dass die bei­den Straf­ar­ten nun­mehr gera­de zur Besei­ti­gung einer Ver­schlech­te­rung neben­ein­an­der ver­hängt wur­den, von die­sem Grund­satz abzu­wei­chen 2.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 7. April 2016 – 5 StR 88/​16

  1. vgl. BGH, Beschluss vom 07.05.2013 – 4 StR 111/​13, BGHR StPO § 358 Abs. 2 Nach­teil 14 mwN; Mey­er-Goß­ner/­Sch­mitt, StPO, 58. Aufl., § 331 Rn.20[]
  2. aA wohl OLG Ham­burg MDR 1982, 776 f.[]