Heh­le­rei – und die Ware aus meh­re­ren Dieb­stäh­len

Es liegt nur eine Heh­le­reitat vor, wenn ein Heh­ler aus ver­schie­de­nen Vor­ta­ten stam­men­de Sachen in einem Akt erwirbt1.

Heh­le­rei – und die Ware aus meh­re­ren Dieb­stäh­len

Im hier vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Fall über­nah­men die bei­den Heh­ler auf­grund eines gemein­sa­men Tat­plans zwei gestoh­le­ne Pkw BMW X6, um sie an gut­gläu­bi­ge Erwer­ber gewinn­brin­gend zu ver­äu­ßern. Zu die­sem Zweck lie­ßen sie die ent­wen­de­ten Fahr­zeu­ge durch unbe­kann­te Täter in Beglei­tung eines der bei­den Heh­ler, der in sei­nem PKW vor­aus­fuhr, auf einem Gara­gen­ge­län­de unter­stel­len. Allein aus die­sen Fest­stel­lun­gen las­sen sich kei­ne getrenn­ten Erwerbs­hand­lun­gen ent­neh­men. Die Straf­kam­mer hät­te des­halb in der recht­li­chen Wür­di­gung nicht von meh­re­ren Taten aus­ge­hen dür­fen.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 13. Sep­tem­ber 2018 – 5 StR 216/​18

  1. vgl. BGH, Beschluss vom 15.03.2005 – 4 StR 64/​05, NStZ-RR 2005, 236 []