Sperr­frist für die Ertei­lung einer Fahr­erlaub­nis – und die Bemes­sung ihrer Dauer

Die Län­ge der Sperr­frist ist an der vor­aus­sicht­li­chen Dau­er der Unge­eig­net­heit des Täters aus­zu­rich­ten [1].

Sperr­frist für die Ertei­lung einer Fahr­erlaub­nis – und die Bemes­sung ihrer Dauer

Der Umfang der erfor­der­li­chen Dar­le­gun­gen die­ser Pro­gno­se­ent­schei­dung in den Urteils­grün­den ist von den Umstän­den des jewei­li­gen Ein­zel­falls abhän­gig [2].

Im hier ent­schie­de­nen Fall hät­te es daher ange­sichts der nicht uner­heb­li­chen Dau­er der auf zwei Jah­re bemes­se­nen Sperr­frist und des Umstands, dass der Ange­klag­te bis­lang nicht vor­be­straft ist, inso­weit nähe­rer Aus­füh­run­gen bedurft. Hier­an fehl­te es.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 20. Okto­ber 2020 – 4 StR 357/​20

  1. vgl. BGH, Beschluss vom 19.06.2018 – 2 StR 211/​18, BGHR StPO § 267 Abs. 6 Satz 1 Dar­le­gungs­pflicht 1[]
  2. BGH, Beschluss vom 23.11.2017 – 4 StR 427/​17, StV 2018, 414, 415[]

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