Einst­wei­li­ger Rechts­schutz im Straf­voll­zug – und die bereits voll­zo­ge­ne Maß­nah­me

Ein Antrag auf vor­läu­fi­ge Außer­voll­zug­set­zung einer belas­ten­den Maß­nah­me im Sin­ne von § 114 Abs. 2 Satz 1 StVoll­zG wird dem Anwen­dungs­be­reich die­ser Vor­schrift mit Blick auf Art.19 Abs. 4 GG nicht dadurch ent­zo­gen, dass die Maß­nah­me bereits voll­zo­gen ist 1.

Einst­wei­li­ger Rechts­schutz im Straf­voll­zug – und die bereits voll­zo­ge­ne Maß­nah­me

Hat die Straf­voll­stre­ckungs­kam­mer jedoch zugleich in der Haupt­sa­che ent­schie­den, wur­de die Eil­ent­schei­dung mit Rechts­kraft der Haupt­sa­che­ent­schei­dung pro­zes­su­al über­holt.

Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt, Beschluss vom 12. Dezem­ber 2016 – 2 BvR 656/​16

  1. vgl. BVerfGK 11, 54, 61; BVerfG, Beschluss vom 29.05.2015 – 2 BvR 869/​15, NStZ-RR 2015, S. 355, 356; sie­he auch Lüb­be-Wolf­f/F­rotz, NStZ 2009, S. 677, 678[]