Straf­zu­mes­sung – und die Tat­pro­vo­ka­ti­on

Hät­te das Opfer dem Ange­klag­ten durch eine Pro­vo­ka­ti­on Anlass zur Tat gege­ben, wäre dies ein Umstand, der den kör­per­li­chen Über­griff in einem mil­de­ren Licht erschei­nen las­sen könn­te.

Straf­zu­mes­sung – und die Tat­pro­vo­ka­ti­on

Mit der Erwä­gung, der Ange­klag­te sei vom Opfer nicht pro­vo­ziert wor­den, wird daher zu Las­ten des Ange­klag­ten unzu­läs­sig das Feh­len eines Mil­de­rungs­grunds in die Straf­zu­mes­sung ein­ge­stellt 1.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 8. Dezem­ber 2016 – 1 StR 351/​16

  1. vgl. BGH, Beschlüs­se vom 06.11.2013 – 1 StR 525/​13, NStZ 2015, 517; vom 08.01.2015 – 2 StR 233/​14, NStZ 2015, 333 f.; und vom 15.09.2015 – 2 StR 21/​15, NStZ-RR 2016, 40