Bei nur mittelbar eingeführten Angaben der Vertrauensperson ist von einem lediglich eingeschränkten Beweiswert auszugehen.
Dabei sind die Bekundungen äußerst sorgfältig und zurückhaltend zu würdigen und müssen durch andere gewichtige Beweisanzeichen außerhalb der Aussage bestätigt werden1.
Diese Beweisanzeichen sind unter allen für die Entscheidung wesentlichen Gesichtspunkten erschöpfend zu würdigen.
Auch hat sich der Tatrichter um die Vernehmung der Vertrauensperson als unmittelbarem Zeugen zu bemühen2.
Bundesgerichtshof, Beschluss vom 7. September 2017 – 1 StR 329/17
- BVerfG, Beschluss vom 08.10.2009 – 2 BvR 547/08, NJW 2010, 925, 926 Rn. 14 f.; BGH, Urteil vom 25.07.2000 – 1 StR 169/00, BGHSt 46, 93, 106; Beschluss vom 29.11.2006 – 1 StR 493/06, BGHSt 51, 150, 155 jeweils mwN; Sander in Löwe/Rosenberg, StPO, 26. Aufl., § 261 Rn. 83a f.; KK-StPO/Ott, 7. Aufl., § 261 Rn. 29a[↩]
- vgl. BGH, Großer BGH, Beschluss vom 17.10.1983 – GSSt 1/83, BGHSt 32, 115, 125 f.; Urteil vom 16.04.1985 – 5 StR 718/84, BGHSt 33, 178, 180; Beschluss vom 03.11.1987 – 5 StR 579/87, BGHSt 35, 82, 85 und Urteil vom 31.03.1989 – 2 StR 706/88, BGHSt 36, 159, 161; Becker in Löwe/Rosenberg, StPO, 26. Aufl., § 244 Rn. 67 mwN[↩]










