Wie­der­ein­set­zung in Straf­sa­chen

Wie­der­ein­set­zung in den vori­gen Stand ist dem­je­ni­gen zu gewäh­ren, der ohne Ver­schul­den ver­hin­dert war, eine Frist ein­zu­hal­ten (§ 44 Satz 1 StPO).

Wie­der­ein­set­zung in Straf­sa­chen

Der Antrag ist bin­nen einer Woche nach Weg­fall des Hin­der­nis­ses zu stel­len. Inner­halb der Wochen­frist muss der Antrag­stel­ler auch Anga­ben über den Wie­der­ein­set­zungs­grund machen. Die erfor­der­li­chen Anga­ben sind, eben­so wie ihre Glaub­haft­ma­chung, Vor­aus­set­zung der Zuläs­sig­keit des Antrags 1.

Ein Wie­der­ein­set­zungs­an­trag muss daher unter kon­kre­ter Behaup­tung von Tat­sa­chen so voll­stän­dig begrün­det wer­den, dass ihm die unver­schul­de­te Ver­hin­de­rung des Antrag­stel­lers ent­nom­men wer­den kann 2.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 27. Juni 2017 – 2 StR 129/​17

  1. vgl. BGH, Beschluss vom 14.01.2015 – 1 StR 573/​14, NStZ-RR 2015, 145 f.[]
  2. vgl. LR/Graal­mann-Sche­rer, StPO, 27. Aufl., § 45 Rn. 13[]