Schwarz­ar­beit und die straf­recht­li­chen Fol­gen

Die Nicht­zah­lung von Sozi­al­ver­si­che­rungs­bei­trä­gen – und damit auch die Schwarz­ar­beit – ist nach § 266a StGB straf­bar. In einem ihm hier­zu vor­lie­gen­den Revi­si­ons­ver­fah­ren hat sich der Bun­des­ge­richts­hof jetzt grund­sätz­lich zur Bemes­sung der Straf­hö­he geäu­ßert.

Schwarz­ar­beit und die straf­recht­li­chen Fol­gen

Die Berech­nung der Höhe der Bei­trags­hin­ter­zie­hung nach § 266a StGB bei Schwarz­ar­beit rich­tet sich nach der neu­en gesetz­li­chen Vor­ga­be in § 14 Abs. 2 Satz 2 SGB IV. Danach gilt, wor­auf der Bun­des­ge­richts­hof aus­drück­lich hin­weist, die Zah­lung des Schwarz­lohns nicht mehr wie bis­her – für die Berech­nung der Sozi­al­ver­si­che­rungs­bei­trä­ge – als Brut­to­lohn­ab­re­de, son­dern als Net­to­lohn­ab­re­de, mit der Fol­ge, dass das aus­be­zahl­te Arbeits­ent­gelt zu einem Brut­to­lohn hoch­zu­rech­nen ist. Das führt zu der Kon­se­quenz, dass der für die Straf­zu­mes­sung bedeut­sa­me Hin­ter­zie­hungs­be­trag höher aus­fällt als bei Annah­me einer Brut­to­lohn­ab­re­de.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 2. Dezem­ber 2008 – 1 StR 416/​08