Auf­he­bung der Abschie­bungs­haft – und Fest­stel­lung der Rechts­wid­rig­keit bereits voll­zo­ge­ner Haft

Der Antrag der Auf­he­bung der Abschie­bungs­haft und der Antrag auf Fest­stel­lung der Rechts­wid­rig­keit bereits voll­zo­ge­ner Haft sind "wesens­gleich" und dür­fen daher bei der Kos­ten­ent­schei­dung kei­ne unter­schied­li­che Gewich­tung erfah­ren.

Auf­he­bung der Abschie­bungs­haft – und Fest­stel­lung der Rechts­wid­rig­keit bereits voll­zo­ge­ner Haft

Das Rechts­schutz­ziel der Auf­he­bung einer noch bestehen­den wirk­sa­men frei­heits­ent­zie­hen­den Maß­nah­me ist "wesens­gleich" mit dem Begeh­ren auf Fest­stel­lung der Rechts­wid­rig­keit der Maß­nah­me 1.

Daher kön­nen die bei­den Rechts­schutz­zie­le bei der Kos­ten­ent­schei­dung kei­ne unter­schied­li­che Gewich­tung erfah­ren.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 6. Novem­ber 2014 – V ZB 105/​14

  1. vgl. BVerfGK 6, 303, 311; Keidel/​Budde, FamFG, 18. Aufl., § 62 Rn. 8[]