Der dienst­li­che Zecken­biss

Ein Zecken­biss bzw. Zecken­stich ist bei Vor­lie­gen der Vor­aus­set­zun­gen des § 31 Abs. 1 BeamtVG auch dann als Dienst­un­fall anzu­er­ken­nen, wenn sich eine Fol­ge­er­kran­kung (noch) nicht ein­ge­stellt hat.

Der dienst­li­che Zecken­biss

Der Nach­weis, dass ein Poli­zei­be­am­ter, der sich zur Aus­übung sei­ner dienst­li­chen Ver­rich­tun­gen in einem Umfeld auf­ge­hal­ten hat, in dem zur frag­li­chen Jah­res­zeit mit dem Auf­tre­ten von Zecken zu rech­nen ist, wäh­rend die­ser dienst­li­chen Ver­rich­tun­gen von einer Zecke befal­len wur­de, ist geführt, wenn das Gericht auf­grund der Gesamt­um­stän­de – ins­be­son­de­re der Schil­de­rung des Ablaufs des dienst­li­chen Ein­sat­zes und der in sich schlüs­si­gen wider­spruchs­frei­en Anga­ben des Beam­ten zu sei­nem Auf­ent­halt vor und nach dem Dienst – zu der Über­zeu­gung gelangt, dass der Beam­te sich die am Mor­gen nach dem Dienst ent­deck­te noch klei­ne Zecke mit an Sicher­heit gren­zen­der Wahr­schein­lich­keit wäh­rend des Diens­tes zuge­zo­gen hat.

Ober­ver­wal­tungs­ge­richt de Saar­lands, Urteil vom 22. April 2009 – 1 A 155/​08