Das Haus­recht des Gerichts­prä­si­den­ten

Der Prä­si­dent eines Gerichts ist auf­grund sei­nes gewohn­heits­recht­lich aner­kann­ten Haus­rechts befugt, zum Zwe­cke der Gewähr­leis­tung eines ord­nungs­ge­mä­ßen Dienst­be­triebs (ver­hält­nis­mä­ßi­ge) Maß­nah­men zur Auf­recht­erhal­tung der Sicher­heit und Ord­nung im Gerichts­ge­bäu­de zu ergrei­fen.

Das Haus­recht des Gerichts­prä­si­den­ten

Das Haus­recht stellt inso­weit die Grund­la­ge für Ein­grif­fe in die Rech­te der von den Ord­nungs­maß­nah­men betrof­fe­nen Per­so­nen dar. Gren­zen für die Aus­übung des Haus­rechts erge­ben sich – auch dies hat das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt zutref­fend aus­ge­führt – aus dem Grund­satz der Öffent­lich­keit (§ 169 GVG) und den sit­zungs­po­li­zei­li­chen Befug­nis­sen des Vor­sit­zen­den nach § 176 GVG 1.

Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt, Beschluss vom 17. Mai 2011 – 7 B 17.11

  1. vgl. BVerfG, Kam­mer­be­schluss vom 06.02.2007 – 1 BvR 218/​07, NJW-RR 2007, 1053 ff.[]