Der Ersatz für ver­geb­li­che Pla­nungs­auf­wen­dun­gen eines Golf­platz­pro­jek­tes

Ist in einem geschlos­se­nen Ver­trag eine Schieds­klau­sel ent­hal­ten, in der sich die Betei­lig­ten sinn­ge­mäß dazu ver­pflich­ten, vor Anru­fung des zustän­di­gen Gerichts einen Schlich­tungs­ver­such vor dem Schieds­ge­richt zu unter­neh­men, ist eine vor­he­ri­ge Kla­ge nicht zuläs­sig.

Der Ersatz für ver­geb­li­che Pla­nungs­auf­wen­dun­gen eines Golf­platz­pro­jek­tes

Mit die­ser Begrün­dung hat das Ver­wal­tungs­ge­richt Trier in dem hier vor­lie­gen­den Fall die Kla­ge der ehe­ma­li­gen Inves­to­ren­ge­sell­schaft des Golf­platz­pro­jek­tes "Pla­teau 27 – Leben am Golf" abge­wie­sen. Sie haben von der Orts­ge­mein­de Tem­mels den Ersatz ver­geb­li­cher Pla­nungs­auf­wen­dun­gen für das Golf­platz­pro­jekt (9‑Loch-Golf­platz, Luxus­ho­tel und 300 Wohn­ein­hei­ten auf der Gemar­kung Tawern, 18-Loch-Golf­platz mit Neben­an­la­gen auf der Gemar­kung Tem­mels) ver­langt.

Nach Auf­fas­sung des Ver­wal­tungs­ge­richts Trier sei die Kla­ge wegen der im Pro­jekt­ent­wick­lungs­ver­trag geschlos­se­nen Schieds­klau­sel, in der sich die Betei­lig­ten sinn­ge­mäß dazu ver­pflich­tet hät­ten, vor Anru­fung des zustän­di­gen Ver­wal­tungs­ge­richts einen Schlich­tungs­ver­such vor dem Schieds­ge­richt zu unter­neh­men, der­zeit noch nicht zuläs­sig.

Zur wei­te­ren Begrün­dung führ­te das Ver­wal­tungs­ge­richt aus, die Kla­ge kön­ne aber auch in der Sache kei­nen Erfolg haben, da der gel­tend gemach­te Ersatz­an­spruch ver­jährt sei. Die Ver­jäh­rungs­frist sei im Juli 2012 abge­lau­fen, sodass der gel­tend gemach­te Anspruch im Zeit­punkt der Kla­ge­er­he­bung im Okto­ber 2012 bereits ver­jährt gewe­sen sei.

Ver­wal­tungs­ge­richt Trier, Urteil vom 21. August 2013 – 5 K 1229/​12.TR