Die Elb­ver­tie­fung kann kom­men

Das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt in Leip­zig hat die Kla­gen der Städ­te Cux­ha­ven und Ottern­dorf sowie von Elb- und Küs­ten­fi­schern gegen die Plan­fest­stel­lungs­be­schlüs­se für die Fahr­rin­nen­an­pas­sung in Unter- und Außen­el­be abge­wie­sen.

Die Elb­ver­tie­fung kann kom­men

Die Plan­fest­stel­lungs­be­hör­den durf­ten bei der Abwä­gung der betrof­fe­nen Belan­ge dem öffent­li­chen Inter­es­se an einer Auf­recht­erhal­tung bzw. Ver­bes­se­rung der Ver­kehrs­funk­ti­on der Bun­des­was­ser­stra­ße Elbe den Vor­rang gegen­über den wider­strei­ten­den Inter­es­sen der Klä­ger ein­räu­men.

Die Belan­ge der Klä­ger sind auf­grund ihrer Lage- und Situa­ti­ons­ge­bun­den­heit nur ein­ge­schränkt schutz­wür­dig. Die von den Städ­ten Cux­ha­ven und Ottern­dorf gel­tend gemach­ten Aus­wir­kun­gen des Vor­ha­bens auf kom­mu­na­le Ein­rich­tun­gen (Bojen­bä­der, Bade­se­en, Seg­ler­ha­fen) und an ihre Gemein­de­ge­bie­te angren­zen­de, für tou­ris­ti­sche Zwe­cke genutz­te Watt­flä­chen sind – auch wegen der schon bestehen­den Vor­be­las­tung – zudem nicht so gra­vie­rend, dass das Abwä­gungs­er­geb­nis anders hät­te aus­fal­len müs­sen.

Soweit die Berufs­fi­scher durch das Aus­bau­vor­ha­ben zeit­wei­se oder dau­er­haft, etwa durch den Weg­fall tra­di­tio­nel­ler Fang­plät­ze, nach­tei­lig betrof­fen wer­den, müs­sen sie die­se Beein­träch­ti­gun­gen wegen der vor­ran­gi­gen Ver­kehrs­funk­ti­on der Elbe hin­neh­men. Für den Fall, dass das Aus­bau­vor­ha­ben zu Exis­tenz­ge­fähr­dun­gen führt, sehen die Plan­fest­stel­lungs­be­schlüs­se eine Ent­schä­di­gung vor.

Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt, Urteil vom 28. Novem­ber 2017 – 7 A 1.17, 7 A 3.17 und 7 A 17.12