Die zurück­ge­nom­me­ne Ver­fas­sungs­be­schwer­de – und die Aus­la­ge­n­er­stat­tung aus Bil­lig­keits­grün­den

Der Maß­stab für die Anord­nung der Aus­la­ge­n­er­stat­tung ergibt sich aus § 34a Abs. 3 BVerfGG.

Die zurück­ge­nom­me­ne Ver­fas­sungs­be­schwer­de – und die Aus­la­ge­n­er­stat­tung aus Bil­lig­keits­grün­den

Danach ist über die Erstat­tung nach Bil­lig­keits­ge­sichts­punk­ten zu ent­schei­den und eine Gesamt­wür­di­gung aller bekann­ten Umstän­de vor­zu­neh­men 1.

Mit Blick auf die Funk­ti­on und die Trag­wei­te ver­fas­sungs­ge­richt­li­cher Ent­schei­dun­gen kommt eine sum­ma­ri­sche Prü­fung der Erfolgs­aus­sicht der Ver­fas­sungs­be­schwer­de regel­mä­ßig nicht in Betracht 2.

Eine Erstat­tung von Aus­la­gen kommt aller­dings dann in Fra­ge, wenn die Erfolgs­aus­sicht der Ver­fas­sungs­be­schwer­de offen­sicht­lich war und unter­stellt wer­den kann oder wenn die ver­fas­sungs­recht­li­che Lage geklärt wor­den ist 3.

Gemes­sen an die­sen Grund­sät­zen schied im hier ent­schie­de­nen Fall eine Anord­nung der Aus­la­ge­n­er­stat­tung aus: Die Ver­fas­sungs­be­schwer­de war bereits unzu­läs­sig, weil sie die gesetz­li­chen Begrün­dungs­an­for­de­run­gen (§ 23 Abs. 1 Satz 2, § 92 BVerfGG) nicht erfüll­te. Eine Ver­let­zung von Grund­rech­ten oder grund­rechts­glei­cher Rech­te hat die Beschwer­de­füh­re­rin nicht sub­stan­ti­iert dar­ge­legt.

Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt, Beschluss vom 21. April 2018 – 1 BvR 2684/​17

  1. vgl. BVerfG, Beschluss vom 09.02.2017 – 1 BvR 309/​11 2[]
  2. vgl. BVerfGE 85, 109, 115; 133, 37, 38 Rn. 2[]
  3. vgl. BVerfGE 85, 109, 114 ff.; 133, 37, 38 f. Rn. 2[]