Kei­ne einst­wei­li­ge Anord­nung vom Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt – und kein Wider­spruch

Der von einem Beschwer­de­füh­rer im Ver­fah­ren der Ver­fas­sungs­be­schwer­de erho­be­ne Wider­spruch gegen die Ableh­nung der Anträ­ge auf Erlass einer einst­wei­li­gen Anord­nung durch das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt ist gemäß § 32 Abs. 3 Satz 2 BVerfGG unstatt­haft und durch die Kam­mer zu ver­wer­fen 1.

Kei­ne einst­wei­li­ge Anord­nung vom Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt – und kein Wider­spruch

§ 32 Abs. 3 Satz 2 BVerfGG gilt auch dann, wenn Antrag­stel­ler zwar kei­ne Ver­fas­sungs­be­schwer­de erhe­ben, in der Haupt­sa­che aber nur die Ver­fas­sungs­be­schwer­de in Betracht kommt 2.

So liegt der Fall etwa, wenn die Antrag­stel­ler die vor­ge­brach­te Ver­let­zung von Ver­fas­sungs­recht durch die ange­grif­fe­nen Rege­lun­gen allein im Wege der Ver­fas­sungs­be­schwer­de gel­tend machen könn­ten (Art. 93 Abs. 1 Nr. 4a GG, § 13 Nr. 8a, § 90 Abs. 1 BVerfGG).

Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt, Beschluss vom 27. Juli 2018 – 1 BvQ 73/​17

  1. vgl. BVerfGE 99, 49, 50 f.[]
  2. vgl. BVerfG, Beschluss vom 26.01.2017 – 1 BvQ 4/​17 3; Beschluss vom 25.01.2018 – 2 BvQ 85/​17 5[]