Kom­mu­na­les Selbst­ver­wal­tungs­recht bei der Gemein­de­ge­biets­re­form

Die Bil­dung der Ein­heits­ge­mein­de im Wege der Gemein­de­ge­biets­re­form ver­letzt die Stadt Löb­e­jün nicht in ihrem kom­mu­na­len Selbst­ver­wal­tungs­ge­recht. Mit die­ser Begrün­dung hat jetzt das Lan­des­ver­fas­sungs­ge­richt Sach­sen-Anhalt die Kom­mu­nal­ver­fas­sungs­be­schwer­de der Stadt Löb­e­jün gegen die das Gesetz zur Neu­glie­de­rung der Gemein­den im Land Sach­sen-Anhalt betref­fend den Land­kreis Saa­le­kreis zurück­ge­wie­sen.

Kom­mu­na­les Selbst­ver­wal­tungs­recht bei der Gemein­de­ge­biets­re­form

Die Ver­fas­sungs­be­schwer­de hat sich gegen die Auf­lö­sung der Beschwer­de­füh­re­rin und die Neu­bil­dung der Ein­heits­ge­mein­de Stadt Löb­e­jün-Wet­tin gerich­tet, die seit dem 1. April 2011 den Namen Wet­tin-Löb­e­jün trägt.

Nach Auf­fas­sung des Lan­des­ver­fas­sungs­ge­richts ver­letzt die Bil­dung der Ein­heits­ge­mein­de die Beschwer­de­füh­re­rin nicht in ihrem kom­mu­na­len Selbst­ver­wal­tungs­recht. Der Gesetz­ge­ber hat im Rah­men sei­nes poli­ti­schen Gestal­tungs- und Beur­tei­lungs­spiel­rau­mes eine leit­bild­ge­rech­te Zuord­nung vor­ge­nom­men, die sich am Gemein­wohl ori­en­tiert und die unter­schied­li­che Haus­halts­si­tua­ti­on der ein­ge­mein­de­ten Orte sowie deren geo­gra­fi­sche und sons­ti­ge Beson­der­hei­ten ange­mes­sen berück­sich­tigt.

Lan­des­ver­fas­sungs­ge­richt Sach­sen-Anhalt, Urteil vom 26. Janu­ar 2012 – LVG 81/​10