Stu­di­en­plät­zer für Bache­lor oder für Mas­ter?

Bache­lor-Stu­di­en­plät­ze dür­fen nicht wegen künf­ti­ger Mas­ter-Stu­di­en­gän­ge redu­ziert wer­den. Mit die­ser Begrün­dung hat jetzt das Ver­wal­tungs­ge­richt Müns­ter in zwei Eil­be­schlüs­sen errech­net, dass an der West­fä­li­schen Wil­helms-Uni­ver­si­tät Müns­ter in einem Bache­lor-Stu­di­en­gang der Kom­mu­ni­ka­ti­ons­wis­sen­schaft über die zum Win­ter­se­mes­ter 2008/​2009 ver­ge­be­nen Stu­di­en­an­fän­ger­plät­ze hin­aus noch wei­te­re Plät­ze vor­han­den sind, und damit wei­te­ren Bewer­bern vor­läu­fig die Stu­di­en­zu­las­sung ermög­licht.

Stu­di­en­plät­zer für Bache­lor oder für Mas­ter?

Einem Vor­schlag der West­fä­li­schen Wil­helms-Uni­ver­si­tät Müns­ter fol­gend hat­te das Minis­te­ri­um für Inno­va­ti­on, For­schung und Tech­no­lo­gie des Lan­des Nord­rhein-West­fa­len die Stu­di­en­an­fän­ger­ka­pa­zi­tät für die Stu­di­en­gän­ge der Kom­mu­ni­ka­ti­ons­wis­sen­schaft für das Stu­di­en­jahr 2008/​2009 auf die bei­den Bache­lor-Stu­di­en­gän­ge und einen für das Win­ter­se­mes­ter 2009/​2010 vor­ge­se­he­nen Mas­ter-Stu­di­en­gang ver­teilt. Die­se Vor­ge­hens­wei­se erklär­te das Gericht für feh­ler­haft.

Hier­zu heißt es in den Beschlüs­sen unter ande­rem: Bei der Kapa­zi­täts­er­mitt­lung sei­en nur die­je­ni­gen Stu­di­en­gän­ge zu berück­sich­ti­gen, die im Berech­nungs­zeit­raum 2008/​2009 für die Auf­nah­me von Stu­di­en­an­fän­gern tat­säch­lich bereit stün­den. Da ein Mas­ter-Stu­di­en­gang an der West­fä­li­schen Wil­helms-Uni­ver­si­tät gegen­wär­tig weder ein­ge­rich­tet sei noch ange­bo­ten wer­de, dürf­ten auch die hier­für erst künf­tig benö­tig­ten Lehr­leis­tun­gen jetzt noch nicht berück­sich­tigt wer­den. Auch wenn mit der Ein­be­zie­hung des zukünf­ti­gen Mas­ter-Stu­di­en­gangs nach der Pla­nung der Hoch­schu­le dort einer spä­te­ren Über­last ent­ge­gen­ge­wirkt wer­den sol­le, sei die Maß­nah­me nicht gerecht­fer­tigt, weil dies zu Las­ten der Stu­di­en­be­wer­ber für die tat­säch­lich exis­tie­ren­den grund­stän­di­gen (Bache­lor-) Stu­di­en­gän­ge zu einer unwie­der­bring­li­chen Kapa­zi­täts­ver­nich­tung füh­re. Der erstreb­te Aus­gleich kön­ne eben­falls spä­ter durch die dann zu bil­den­den Anteil­quo­ten geschaf­fen wer­den.

Ver­wal­tungs­ge­richt Müns­ter, Beschlüs­se vom 22. Dezem­ber 2008 – 9 Nc 224/​08, 9 Nc 238/​08 (nicht rechts­kräf­tig)

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