Texas Hold'em

Poker ist, auch wenn es als Tur­nier in der Vari­an­te "Texas Hold'em" gespielt wird, grund­sätz­lich zufalls­ab­hän­gig und damit ein Glücks­spiel im Sin­ne von § 3 Abs. 1 Satz 1 GlüStV. Öffent­li­che Poker­ver­an­stal­tun­gen sind ohne Erlaub­nis nur zuläs­sig, wenn kein Ent­gelt für den Erwerb einer Gewinn­chan­ce erho­ben wird ("Unkos­ten­bei­trag"").

Texas Hold'em

Die­se Vor­aus­set­zung ist bei einer "Teil­nah­me­ge­bühr" für ein Tur­nier in Höhe von 15,– bis 30,– € nicht erfüllt, wenn dort Spiel­be­rech­ti­gun­gen für Fol­ge­tur­nie­re gewon­nen wer­den kön­nen, die Chan­cen auf wert­mä­ßig hohe Gewin­ne bie­ten (hier u.a.: Teil­nah­me an der WSOP in Las Vegas ein­schließ­lich Flug, Hotel und Buy-In in Höhe von 1.500,– US-$).

Nie­der­säch­si­sches Ober­ver­wal­tungs­ge­richt, Beschluss vom 10. August 2009 – 11 ME 67/​09