Umwelt­zo­ne Ober­hau­sen /​Mül­heim (Ruhr)

Die Kla­ge eines in Duis­burg woh­nen­den Klä­gers gegen die in Ober­hau­sen und Mül­heim (Ruhr) auf­ge­stell­ten „Umweltzone“-Verkehrszeichen hat­te aktu­ell vor dem Ver­wal­tungs­ge­richt Düs­sel­dorf kei­nen Erfolg, der die­sen Schil­dern zu Grun­de lie­gen­de Luft­rein­hal­te­plan „West­li­ches Ruhr­ge­biet“ der Bezirks­re­gie­rung Düs­sel­dorf hielt der Prü­fung der Düs­sel­dor­fer Ver­wal­tungs­rich­ter stand. Der Luft­rein­hal­te­plan weist nach Auf­fas­sung des Ver­wal­tungs­ge­richts weder Ver­fah­rens­feh­ler noch inhalt­li­che Män­gel auf. Die Umwelt­zo­ne sei not­wen­dig, weil die Wer­te für Stick­stoff­di­oxid und Fein­staub inner­halb des Gel­tungs­be­reichs der Umwelt­zo­ne im Bezugs­jahr 2006 über­schrit­ten wor­den sei­en.

Umwelt­zo­ne Ober­hau­sen /​Mül­heim (Ruhr)

Auch mit sei­ner zwei­ten Kla­ge auf Ertei­lung einer Aus­nah­me­ge­neh­mi­gung für sei­nen 1982 erst­mals zuge­las­se­nen – nicht pla­ket­ten­fä­hi­gen – VW-Bus Typ T2 schei­ter­te der Klä­ger. Sein Vor­brin­gen, er müs­se regel­mä­ßig sei­nen Haus­arzt in Ober­hau­sen auf­su­chen, genüg­te der Kam­mer nicht, weil er die Not­wen­dig­keit die­ser Haus­arzt­be­su­che nicht durch ärzt­li­che Beschei­ni­gun­gen aus­rei­chend belegt habe. Außer­dem sei es ihm mög­lich, die Umwelt­zo­ne ohne unzu­mut­ba­ren Auf­wand zu umfah­ren und die letz­ten 500 Meter bis zum Stand­ort der Arzt­pra­xis zu Fuß zurück­zu­le­gen, ins­be­son­de­re weil der 52-jäh­ri­ge Klä­ger nicht geh­be­hin­dert sei.

Ver­wal­tungs­ge­richt Düs­sel­dorf, Urtei­le vom 9. Dezem­ber 2009 – 3 K 3720/​09 und 3 K 285/​09