Ver­ga­be von Funk­fre­quen­zen

Das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt in Leip­zig hat heu­te einen Eil­an­trag gegen eine Anord­nung der Bun­des­netz­agen­tur über die Durch­füh­rung eines Ver­ga­be­ver­fah­rens für Funk­fre­quen­zen abge­lehnt. Der Beschluss des Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richts ist bedeut­sam im Hin­blick auf die so genann­te Breit­band­stra­te­gie der Bun­des­re­gie­rung, die die bal­di­ge Ver­ga­be beträcht­li­cher Fre­quenz­res­sour­cen vor­sieht, um Ver­sor­gungs­lü­cken im länd­li­chen Raum mög­lichst kurz­fris­tig zu schlie­ßen.

Ver­ga­be von Funk­fre­quen­zen

Die Bun­des­netz­agen­tur hat­te die Ver­ga­be frei gewor­de­ner Fre­quen­zen, u.a. im 2,6‑GHz-Bereich, im Wege eines Ver­stei­ge­rungs­ver­fah­rens ange­ord­net. Gegen die­se Anord­nung klag­te ein Unter­neh­men, das bis­lang einen Teil der in Rede ste­hen­den Fre­quen­zen auf­grund ihm sei­ner­zeit befris­tet gewähr­ter Zutei­lun­gen nutzt und die Ver­län­ge­rung sei­ner mitt­ler­wei­le abge­lau­fe­nen Fre­quenz­nut­zungs­rech­te erstrebt. Das Ver­wal­tungs­ge­richt Köln hat die­se Kla­ge abge­wie­sen; die Revi­si­on dage­gen ist beim Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt anhän­gig.

Den Antrag des kla­gen­den Unter­neh­mens, den Voll­zug der umstrit­te­nen Ver­ga­be­an­ord­nung bis zur Ent­schei­dung über die Revi­si­on vor­läu­fig aus­zu­set­zen, lehn­te das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt heu­te auf­grund einer Inter­es­sen­ab­wä­gung ab. Das bedeu­tet, dass der auf den kom­men­den Mon­tag anbe­raum­te Ver­stei­ge­rungs­ter­min statt­fin­den kann.

Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt, Beschluss vom 8. April 2010 – 6 VR 2.10