Wenn das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt genervt ist…

Ein Miss­brauch im Sin­ne von § 34 Abs. 2 BVerfGG liegt vor, wenn die Ver­fas­sungs­be­schwer­de offen­sicht­lich unzu­läs­sig oder unbe­grün­det ist und ihre Ein­le­gung von jedem Ein­sich­ti­gen als völ­lig aus­sichts­los ange­se­hen wer­den muss.

Wenn das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt genervt ist…

Im vor­lie­gen­den Fall hat der Beschwer­de­füh­rer meh­re­re hun­dert, im Wesent­li­chen gleich­lau­ten­de Ver­fas­sungs­be­schwer­den gegen Beschlüs­se des Amts­ge­richts Bam­berg erho­ben, durch die sei­ne – eben­so meh­re­re hun­dert, offen­sicht­lich rechts­miss­bräuch­lich gestell­ten – Anträ­ge auf Bera­tungs­hil­fe bezie­hungs­wei­se Pro­zess­kos­ten­hil­fe zurück­ge­wie­sen wor­den sind.

Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt muss es nicht hin­neh­men, durch sol­che erkenn­bar sub­stanz­lo­sen Ver­fas­sungs­be­schwer­den an der Erfül­lung sei­ner Auf­ga­ben gehin­dert zu wer­den, mit der Fol­ge, dass ande­ren Bür­gern der ihnen zukom­men­de Grund­rechts­schutz nur ver­zö­gert gewährt wer­den kann1.

Bereits mit Beschluss vom 04.04.20182 wur­de dem Beschwer­de­füh­rer eine Miss­brauchs­ge­bühr in Höhe von 500 € auf­er­legt. Im hie­si­gen Ver­fah­ren hat der Beschwer­de­füh­rer zum Aus­druck gebracht, dass er – in Kennt­nis jener Miss­brauchs­ge­bühr, die er als „men­schen­ver­ach­ten­de Unver­schämt­heit” und „Miss­brauch” bezeich­net – die­ses Ver­fah­ren wei­ter­be­trei­ben möch­te. Vor die­sem Hin­ter­grund ist eine Ver­dopp­lung der Gebüh­ren­hö­he ange­zeigt.

Macht dann 1.000, – €.

Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt, Beschlusss vom 26. Juni 2018 – 2 BvR 1032/​18

  1. vgl. BVerfG, Beschluss vom 12.09.2005 – 2 BvR 1435/​05, Rn. 2; Beschluss vom 27.09.2017 – 2 BvR 1691/​17, Rn. 3
  2. BVerfG, Beschluss vom 04.04.2018 – 2 BvR 412/​18