Zuwan­de­rung neu­er Arbeitskräfte

Zum 1. Janu­ar 2009 tre­ten neu­en Bestim­mun­gen in Kraft, mit denen das Akti­ons­pro­gramm der Bun­des­re­gie­rung „zur Siche­rung der Fach­kräf­te­ba­sis in Deutsch­land“ umge­setzt wer­den soll. Damit soll – unab­hän­gig von der aktu­el­len wirt­schaft­li­chen Situa­ti­on – der sich mit­tel- und lang­fris­tig erge­ben­de zusätz­li­che Bedarf an Hoch­qua­li­fi­zier­ten gedeckt werden.

Zuwan­de­rung neu­er Arbeitskräfte

Die wich­tigs­ten Ände­run­gen sind:

  • Der Arbeits­markt­zu­gang wird für alle Aka­de­mi­ker aus den neu­en EU-Mit­glied­staa­ten durch den Ver­zicht auf die Prü­fung des Ver­mitt­lungs­vor­rangs inlän­di­scher Arbeit­su­chen­der erleich­tert (bis­her galt die­ser Ver­zicht nur für Inge­nieu­re der Fach­rich­tun­gen Maschi­nen- und Fahr­zeug­bau sowie Elektrotechnik).
  • Für deren Fami­li­en­an­ge­hö­ri­ge und für die Fami­li­en­an­ge­hö­ri­gen von Dritt­staats­aka­de­mi­kern wird eben­falls auf die Prü­fung des Ver­mitt­lungs­vor­rangs verzichtet.
  • Jun­gen gedul­de­ten Aus­län­dern, die sich län­ger als ein Jahr in Deutsch­land auf­hal­ten, wird der unein­ge­schränk­te Zugang zu jeder betrieb­li­chen Aus­bil­dung eröffnet.
  • Der Zugang zum Arbeits­markt für Aka­de­mi­ker aus Dritt­staa­ten wird über den IT-Bereich hin­aus für alle Fach­rich­tun­gen unter Ver­zicht auf das nach gel­ten­dem Recht bis­her gefor­der­te öffent­li­che Inter­es­se an der Beschäf­ti­gung mit Vor­rang­prü­fung geöffnet.
  • Bei Absol­ven­ten deut­scher Aus­lands­schu­len wird auf die Vor­rang­prü­fung ver­zich­tet bei Auf­nah­me einer qua­li­fi­zier­ten betrieb­li­chen Aus­bil­dung und für die anschlie­ßen­de Wei­ter­be­schäf­ti­gung im erlern­ten Beruf sowie bei Vor­lie­gen eines aka­de­mi­schen Abschlus­ses für eine der Qua­li­fi­ka­ti­on ent­spre­chen­den Beschäftigung.
  • Auf die Vor­rang­prü­fung wird ver­zich­tet bei lei­ten­den Ange­stell­ten deutsch-aus­län­di­scher Gemein­schafts­un­ter­neh­men sowie lei­ten­den Ange­stell­ten und Per­so­nen mit unter­neh­mens­spe­zi­fi­schen Kennt­nis­sen, die von ihrem deut­schen Arbeit­ge­ber ins Inland ver­setzt wer­den, sowie im Aus­land beschäf­tig­ten Fach­kräf­ten für bis zu drei­mo­na­ti­ge betrieb­li­che Wei­ter­bil­dun­gen im inlän­di­schen Unternehmensteil.
  • Die Höchst­dau­er für die Beschäf­ti­gung der aus­län­di­schen Sai­son­ar­beit­neh­mer wird von vier auf sechs Mona­te im Jahr verlängert.