Zuwen­dungs­wi­der­ruf nach dem Agrar-Umwelt­pro­gramm 2003

Das Unter­stel­len unter ein Kon­troll­ver­fah­ren nach Art. 9 Ver­ord­nung (EWG) Nr. 2092/​91 im Zusam­men­hang mit einem öko­lo­gi­schen Anbau­ver­fah­ren wird von der Zweck­be­stim­mung der För­de­rung nach dem Agrar-Umwelt­pro­gramm 2003 (Maß­nah­me För­de­rung öko­lo­gi­scher Anbau­ver­fah­ren) mit umfasst. Ver­säumt es ein Betrieb, sich recht­zei­tig einem Kon­troll­ver­fah­ren nach der genann­ten Ver­ord­nung zu unter­stel­len, liegt eine Zweck­ver­feh­lung der Zuwen­dung im Sin­ne des § 49 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 VwVfG vor.

Zuwen­dungs­wi­der­ruf nach dem Agrar-Umwelt­pro­gramm 2003

Die im Rah­men des Agrar-Umwelt­pro­gramms 2003 mit dem Bewil­li­gungs­be­scheid ver­bun­de­nen Neben­be­stim­mun­gen stel­len im Regel­fall kei­ne Bedin­gun­gen im Sin­ne des § 36 Abs. 2 Nr. 2 dar (hier: Anord­nung, sich inner­halb einer bestimm­ten Frist einem Kon­troll­ver­fah­ren nach der Ver­ord­nung (EWG) Nr. 2092/​91 zu unter­stel­len).

Bei Aus­zah­lungs­mit­tei­lun­gen im Rah­men des Agrar-Umwelt­pro­gramms 2003 han­delt es sich um Ver­wal­tungs­ak­te im Sin­ne des § 35 Satz 1 VwVfG. Eine Rück­for­de­rung einer gewähr­ter Zuwen­dung setzt auch die Auf­he­bung der der Aus­zah­lung zugrun­de lie­gen­den Aus­zah­lungs­mit­tei­lung vor­aus.

Nie­der­säch­si­sches Ober­ver­wal­tungs­ge­richt, Beschluss vom 23. Juli 2009 – 10 LA 278/​07