41 Mil­lio­nen von der Tele­kom

Die Daten für die Tele­fon­aus­kunft – und die Fol­gen: Das Ober­lan­des­ge­richt Düs­sel­dorf hat die Deut­sche Tele­kom AG zur Zah­lung von 41,28 Mio. € an die tele­ga­te AG ver­ur­teilt.

41 Mil­lio­nen von der Tele­kom

Der 1. Kar­tell­se­nat des Ober­lan­des­ge­richts bejah­te einen Scha­den­er­satz­an­spruch gegen die Deut­sche Tele­kom AG in Höhe von 34,215 Mio. € wegen über­höh­ter Ver­gü­tun­gen. Die Deut­sche Tele­kom AG habe als markt­be­herr­schen­des Unter­neh­men in der Zeit von Okto­ber 1997 bis zum 22. Janu­ar 2001 die Wett­be­werbs­chan­cen der tele­ga­te AG unbil­lig behin­dert, indem es der tele­ga­te AG Tele­fo­nie-Teil­neh­mer­da­ten zur Aus­kunfts­er­tei­lung und Erstel­lung von Teil­neh­mer­ver­zeich­nis­sen zu einem über­höh­ten Ent­gelt über­las­sen habe. Dar­über hin­aus sei­en knapp 7 Mio. € zu erstat­ten, weil die Deut­sche Tele­kom AG die unge­recht­fer­tigt erhal­te­ne Ver­gü­tung seit dem 1. Janu­ar 2000 zins­brin­gend habe anle­gen kön­nen.

Das erst­in­stanz­lich mit der Scha­dens­er­satz­kla­ge befass­te Land­ge­richt Köln 1 hat­te die Deut­sche Tele­kom AG zur Zah­lung von 35 Mio. € ver­ur­teilt. Der 2. Kar­tell­se­nat des Ober­lan­des­ge­richts Düs­sel­dorf hat­te zweit­in­stanz­lich am 16.05.2007 zunächst eine Rück­for­de­rung von 52 Mil­lio­nen Euro aus­ge­ur­teilt. Auf die Revi­si­on hat­te der Bun­des­ge­richts­hof die Sache dann am 13.10.2009 zur erneu­ten Ver­hand­lung und Ent­schei­dung an das Ober­lan­des­ge­richt Düs­sel­dorf zurück­ver­wie­sen, soweit zum Nach­teil der Deut­schen Tele­kom AG ent­schie­den wor­den war.

Ober­lan­des­ge­richt Düs­sel­dorf, Urteil vom 8. Juni 2011 – VI-U (Kart) 2/​11

  1. LG Köln, Urteil vom 31.08.2005 – 91 O (Kart) 230/​04[]