Ein­heit­li­che Her­stel­ler­an­ga­ben auf Lebens­mit­tel­ver­pa­ckun­gen

Das EU-Par­la­ment for­dert ein­heit­li­che Her­stel­ler­an­ga­ben auf Lebens­mit­tel­ver­pa­ckun­gen, um Kon­su­men­ten bes­ser zu infor­mie­ren. Neben den Zuta­ten sol­len in Zukunft auch gesund­heits­ge­fähr­den­de Stof­fe wie Trans-Fett­säu­ren oder All­er­gie­er­re­ger auf­ge­führt wer­den. Außer­dem soll Schluss mit dem Klein­ge­druck­ten auf den Packun­gen sein.

Ein­heit­li­che Her­stel­ler­an­ga­ben auf Lebens­mit­tel­ver­pa­ckun­gen

Ver­pa­ckungs­an­ga­ben bis­her:

Bis­her müs­sen auf den Lebens­mit­tel­ver­pa­ckun­gen fol­gen­de Anga­ben vor­han­den sein:

  • Pro­dukt­be­zeich­nung
  • Lis­te der Zuta­ten, ihre Men­gen und die Gesamt­men­ge
  • Min­dest­halt­bar­keits­da­tum
  • Alko­hol­ge­halt über 1,2 Volu­men­pro­zent bei Geträn­ken
  • spe­zi­el­le Hin­wei­se zu Auf­be­wah­rung und Zube­rei­tung
  • Name und Anschrift von Her­stel­ler, Ver­pa­cker oder Ver­käu­fer in der EU
  • Her­kunft, wenn Ver­pa­ckung ohne Her­kunfts­hin­weis den Ver­brau­cher in die Irre füh­ren könn­te

Ver­pa­ckungs­an­ga­ben nach dem Beschluss des EP:

Das EU-Par­la­ment for­dert dem­ge­gen­über, dass zukünf­tig die fol­gen­den Anga­ben auf der Ver­pa­ckung von Lebens­mit­teln ent­hal­ten sein müs­sen:

  • Eine Min­dest­schrift­grö­ße muss ein­ge­hal­ten wer­den, damit die Infor­ma­tio­nen für Ver­brau­cher gut les­bar sind.
  • All­er­gie­er­re­gen­de Stof­fe müs­sen auf­ge­führt wer­den, auch auf Spei­se­kar­ten von Restau­rants, Kan­ti­nen oder Essens­stän­den.
  • Bei unbe­han­del­tem Fleisch und Fisch müs­sen die Her­stel­ler ange­ben, wann die Ware zum ers­ten Mal ein­ge­fro­ren wur­de.
  • Not­wen­dig sind in Zukunft auch Ursprungs­be­zeich­nung für Fleisch, Milch­pro­duk­te, Obst und Gemü­se und eini­ge behan­del­te Pro­duk­te. Wur­de ein Tier zum Bei­spiel in unter­schied­li­chen Län­dern gebo­ren, gezüch­tet und geschlach­tet, müs­sen alle Län­der auf­ge­führt wer­den. Dage­gen sträubt sich der Rat.
  • Auf der Vor­der­sei­te der Ver­pa­ckung kann, muss aber nicht über Inhalts­stof­fe infor­miert wer­den.
  • Zu den not­wen­di­gen Infor­ma­tio­nen auf der Ver­pa­ckungs­rück­sei­te gehö­ren: der Gehalt an Fett (gesät­tig­te und unge­sät­tig­te Fet­te), Zucker, Salz, Eiweiß, Koh­len­hy­dra­ten, Kalo­ri­en und künst­li­chen Trans-Fett­säu­ren.
  • Künst­li­che Inhalts­stof­fe müs­sen ein­deu­tig dekla­riert wer­den.
  • Das neue Gesetzt gilt hin­ge­gen nicht für Geschenk­ver­pa­ckun­gen, alko­ho­li­sche Geträn­ke, sai­son­ty­pi­sche Süß­wa­ren, Nah­rungs­mit­tel zum sofor­ti­gen Ver­brauch und hand­ge­mach­te Pro­duk­te von klei­nen Her­stel­lern.

Die Ver­hand­lun­gen mit Kom­mis­si­on und Rat begin­nen am 10. Mai. Im Juli soll sodann die end­gül­ti­ge Abstim­mung erfol­gen.