Insol­venz­be­ra­tung

Mit über 6000 Unter­neh­mens­in­sol­ven­zen sind im 1. Quar­tal 2014 6,8 % weni­ger Insol­ven­zen als im 1. Quar­tal des Vor­jah­res ver­zeich­net wor­den. Der letz­te Anstieg in der Anzahl der Unter­neh­mens­in­sol­ven­zen ist nach den Anga­ben des Sta­tis­ti­schen Bun­des­am­tes im 1. Quar­tal des Jah­res 2010 fest­ge­stellt wor­den.

Insol­venz­be­ra­tung

In den der­zeit sin­ken­den Insol­venz­zah­len ist damit zwar wei­ter­hin ein posi­ti­ver Trend zu beob­ach­ten, der auch für die gene­rel­le Wirt­schafts­ent­wick­lung ein Indi­ka­tor ist – aber für das Unter­neh­men, das Insol­venz anmel­den muss, ist der "Super­gau" ein­ge­tre­ten, den sich kei­ner wünscht. Jede ein­zel­ne Insol­venz ist eine zuviel. Kommt es zu einer wirt­schaft­li­chen Schief­la­ge des Unter­neh­mens, soll­ten die ver­ant­wort­li­chen Geschäfts­füh­rer und Fir­men­in­ha­ber nicht taten­los und hand­lungs­un­fä­hig zuse­hen, son­dern sich kom­pe­ten­te Hil­fe suchen und den Ver­such unter­neh­men, das Ruder her­um­zu­rei­ßen und die Insol­venz abzu­wen­den.

Jede Ein­zel­fir­ma genau­so wie jede GmbH kann durch zu hohe Außen­stän­de, Zah­lungs­aus­fall eines Groß­kun­den und man­geln­de Liqui­di­tät in Zah­lungs­un­fä­hig­keit gera­ten und von Über­schul­dung betrof­fen sein. Viel­fach kann die­sen Fir­men durch eine kom­pe­ten­te Insol­venz­be­ra­tung doch noch die Exis­tenz geret­tet wer­den. Eine ange­schla­ge­ne GmbH soll­te sich nicht scheu­en, eine seriö­se Insol­venz­be­ra­tung in Anspruch zu neh­men. Im Rah­men die­ser Bera­tung erfolgt eine Ana­ly­se der bestehen­den Pro­ble­me und wer­den auch mög­li­che Alter­na­ti­ven zur Insol­venz erar­bei­tet.

Natür­lich hängt die Lösung der Pro­ble­me immer auch vom ganz spe­zi­el­len Aus­maß der wirt­schaft­li­chen Schief­la­ge ab. Nicht zuletzt kommt dem Zeit­punkt einer Insol­venz­be­ra­tung eben­falls eine bedeu­ten­de Rol­le zu: Je frü­her eine betrof­fe­ne Fir­ma sich von Exper­ten bera­ten lässt, des­to wahr­schein­li­cher kann eine Insol­venz ver­hin­dert oder abge­wen­det wer­den.

Die letz­te Mög­lich­keit heißt Liqui­da­ti­on statt Insol­venz: Mit Hil­fe einer Abwick­lungs­ge­sell­schaft wird ein ange­schla­ge­nes Unter­neh­men auf­ge­kauft und/​oder saniert und wei­ter­ge­führt. Außer­dem kann durch eine Abwick­lungs­ge­sell­schaft auch an einem ande­ren Ort die Insol­venz ange­mel­det wer­den. Soll das zah­lungs­un­fä­hi­ge Unter­neh­men liqui­diert wer­den, führt die Abwick­lungs­ge­sell­schaft mit den Gläu­bi­gern Ver­hand­lun­gen, damit eine Insol­venz ver­hin­dert und eine Liqui­da­ti­on durch­ge­führt wer­den kann.

In jedem Fall ist eine seriö­se und kom­pe­ten­te Bera­tung in Fra­gen der Insol­venz gegen­über einem kampf­lo­sen Akzep­tie­ren der Insol­venz vor­zu­zie­hen.