Ban­ken und Schrott­im­mo­bi­li­en

Ban­ken, die ihre Kun­den nicht auf eine sit­ten­wid­ri­ge Über­teue­rung einer zu Steu­er­spar­zwe­cken erwor­be­nen Immo­bi­lie hin­wei­sen, kön­nen dafür nach Ansicht des OLG Frank­furt nicht haft­bar gemacht wer­den.

Ban­ken und Schrott­im­mo­bi­li­en

In einem vom Ober­lan­des­ge­richt Frank­furt ent­schie­de­nen Fall hat­te ein Anle­ger für eine 56 qm gro­ße Woh­nung rund 90 000 Euro gezahlt, obwohl die­se nur etwa 30 000 Euro wert war. Den­noch hat­te die Bank dem Kun­den für das Objekt ein grund­pfand­recht­lich gesi­cher­tes Dar­le­hen gewährt. Für das OLG war dies in Ord­nung, solan­ge die Bank kei­ne wei­ter­ge­hen­den Kennt­nis­se als der Kun­de habe. Das Kre­dit­in­sti­tut brau­che nur die Boni­tät des Dar­le­hens­neh­mers prüf­ten, sich aber im Übri­gen kei­ne wei­te­ren Gedan­ken hin­sicht­lich der Ren­ta­bi­li­tät des Geschäf­tes zu machen.

Ober­lan­des­ge­richt Frankfurt/​Main, Urteil vom 22. Febru­ar 2006 – 9 U 37/​05