Kre­dit­ver­trä­ge: Die­se Rech­te haben Ver­brau­cher

Immer mehr Deut­sche ent­schei­den sich dafür, einen Kre­dit auf­zu­neh­men. Mit jenem finan­zie­ren sie alles vom Auto über die Urlaubs­rei­se bis hin zum rau­schen­den Hoch­zeits­fest. Spä­tes­tens dann, wenn es Unge­reimt­hei­ten gibt, fra­gen sich Ver­brau­cher, wel­che Rech­te sie selbst sowie der jewei­li­ge Dar­le­hens­ge­ber haben. Wir klä­ren auf.

Kre­dit­ver­trä­ge: Die­se Rech­te haben Ver­brau­cher

Was Ver­brau­cher grund­sätz­lich beach­ten soll­ten

004- rechtslupe

Noch vor gar nicht all­zu lan­ger Zeit schäm­te man sich dafür, in der Öffent­lich­keit dar­über zu spre­chen, dass man einen Kre­dit abge­schlos­sen hat. Dies hat sich mitt­ler­wei­le grund­le­gend geän­dert, zumal man der­ar­ti­ge Ver­trä­ge heu­te selbst beim Kauf von Wasch­ma­schi­nen oder Fern­se­hern abschlie­ßen kann. Kre­di­te wer­den längst nicht mehr tabui­siert, viel­mehr sind sie Nor­ma­li­tät gewor­den. Jene Ent­wick­lung hat jedoch auch dazu geführt, dass zuneh­mend auch unse­riö­se Anbie­ter um die Gunst der Kun­den buh­len. Des­we­gen soll­te man bes­ser zwei­mal hin­se­hen, bevor man sich für den Abschluss eines Kre­dit­ver­tra­ges ent­schei­det – und zwar zur eige­nen Sicher­heit! Wei­ter­hin soll­ten Ver­brau­cher ihre eige­ne finan­zi­el­le Situa­ti­on rea­lis­tisch ein­schät­zen, um sich nicht in finan­zi­el­le Schwie­rig­kei­ten zu brin­gen. Dar­über hin­aus emp­fiehlt sich der Ver­gleich ver­schie­de­ner Anbie­ter, denn längst nicht jeder Dar­le­hens­ge­ber bie­tet einen attrak­ti­ven Zins­satz! Mög­lich ist ein sol­cher Kre­dit­ver­gleich etwa unter Kleinkredit.net.

Der Dar­le­hens­ver­trag im Bür­ger­li­chen Gesetz­buch

Inter­es­sier­te, die sich zum The­ma Ver­brau­cher­dar­le­hens­ver­trä­ge infor­mie­ren möch­ten, wer­den im Bür­ger­li­chen Gesetz­buch in den Para­gra­fen 491 bis 505 fün­dig. Der ers­te Para­graf regelt dabei, wann es sich bei einem Kre­dit­ver­trag über­haupt um einen Ver­brau­cher­dar­le­hens­ver­trag han­delt. In § 492 kann nach­ge­le­sen wer­den, dass ein sol­cher Ver­trag grund­sätz­lich der Schrift­form bedarf. Auch wird in sel­bi­gem Para­gra­fen auf den genau­en Ver­trags­in­halt ver­wie­sen, wel­cher in Arti­kel 247 § 6 bis 13 des Ein­füh­rungs­ge­set­zes zum Bür­ger­li­chen Gesetz­bu­ches noch genau­er erläu­tert wird. Dem­nach muss der Ver­brau­cher­dar­le­hens­ver­trag neben Anga­ben zur Per­son des Dar­le­hens­neh­mers unter ande­rem den Net­to­dar­le­hens­be­trag, den Soll­zins­satz sowie die Ver­trags­kauf­zeit beinhal­ten. Wei­ter­hin muss der Ver­brau­cher über sons­ti­ge Ände­run­gen infor­miert wer­den, wes­halb jener den Ver­trag vor Abschluss genau stu­die­ren soll­te, um nicht spä­ter von wei­te­ren Kos­ten über­rascht zu wer­den.

Gerät der Dar­le­hens­neh­mer mit der Zah­lung in Ver­zug, so fin­det § 497 BGB Anwen­dung. Mit einem Blick in jenen Geset­zes­text kann der Ver­brau­cher fest­stel­len, ob die For­de­run­gen des Dar­le­hens­ge­bers berech­tigt sind. Soll­ten Sie dage­gen wis­sen wol­len, ob die Zah­lungs­an­sprü­che ver­jäh­ren kön­nen, so möch­ten wir auf die­sen Arti­kel ver­wei­sen.

Bild: © PhotoObjects.net/Thinkstock