Wirt­schafts­prü­fer aus Dritt­län­dern

Die EU-Kom­mis­si­on hat eine öffent­li­che Kon­sul­ta­ti­on über ihre künf­ti­ge Stra­te­gie im Hin­blick auf Abschluss­prü­fun­gen im Zusam­men­hang mit Dritt­län­dern begon­nen. Die Kon­sul­ta­ti­on dient der Ein­ho­lung von Stel­lung­nah­men zu mög­li­chen Durch­füh­rungs­maß­nah­men zu Art. 45 – 47 der am 29. Juni 2006 in Kraft getre­te­nen Richt­li­nie über Abschluss­prü­fun­gen (2006/​43/​EG). Art. 45 und 46 der Richt­li­nie betref­fen Vor­schrif­ten für und Auf­sicht über Prü­fer und Prü­fungs­ge­sell­schaf­ten aus Dritt­staa­ten.

Wirt­schafts­prü­fer aus Dritt­län­dern

Nach Art. 45 der Richt­li­nie sind Prü­fungs­ge­sell­schaf­ten aus Dritt­län­dern zur Regis­trie­rung in jedem Mit­glied­staat, in dem Wert­pa­pie­re ihrer Kun­den zum Han­del zuge­las­sen sind, ver­pflich­tet. Von der Regis­trie­rung kann abge­se­hen wer­den, wenn gemäß Art. 46 Abs. 1 eine so genann­te Gleich­wer­tig­keit des Auf­sicht­sys­tems des Dritt­staats vor­liegt. Um eine ein­heit­li­che Anwen­dung die­ser Aus­nah­me zu gewähr­leis­ten, wird die Euro­päi­sche Kom­mis­si­on nach Art. 46 Abs. 2 ermäch­tigt, über die Gleich­wer­tig­keit des öffent­li­chen Auf­sichts­sys­tems des Dritt­staats in Zusam­men­ar­beit mit den Mit­glied­staa­ten zu befin­den. Eine bal­di­ge Ent­schei­dung auf EU-wei­ter Basis bringt diver­se Vor­tei­le mit sich wie einen siche­ren Rechts­rah­men für Inves­to­ren und Kapi­tal­märk­te bei grenz­über­schrei­ten­den Trans­ak­tio­nen.