Ver­sand von Tier­arz­nei­mit­teln für Haus­tie­re

Das in § 43 Abs. 5 AMG gere­gel­te Ver­bot des Ver­sand­han­dels mit apo­the­ken­pflich­ti­gen Tier­arz­nei­mit­teln erfasst nicht sol­che Fäl­le, in denen eine durch die spe­zi­fi­schen Risi­ken des Ver­sand­han­dels ver­ur­sach­te Fehl­me­di­ka­ti­on weder eine Gesund­heits­ge­fahr für den Men­schen noch eine im Blick auf Art. 20a GG rele­van­te Gefahr für die Gesund­heit des behan­del­ten Tie­res begrün­det. Eine sol­che Gefahr ist grund­sätz­lich bei Tier­arz­nei­mit­teln aus­ge­schlos­sen, die bestim­mungs­ge­mäß nur bei nicht zu Ernäh­rungs­zwe­cken gehal­te­nen Haus­tie­ren anzu­wen­den sind.

Ver­sand von Tier­arz­nei­mit­teln für Haus­tie­re

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 12. Novem­ber 2009 – I ZR 210/​07