PKV-Tarif­er­hö­hun­gen: Wel­che Hand­lungs­op­tio­nen haben die Pri­vat­ver­si­cher­ten?

Das Gros der Ver­si­che­rungs­neh­mer klagt über die man­geln­de Trans­pa­renz der Kran­ken­ver­si­che­run­gen und spe­zi­ell die Prä­mi­en­ent­wick­lung ist für vie­le Men­schen ein Buch mit sie­ben Sie­geln. Nied­ri­ge Bei­trä­ge sind natür­lich ver­lo­ckend, doch wenn man selbst nicht in der Lage ist, den immi­nen­ten Ver­lauf der Prä­mi­en zu erah­nen, trägt man dafür spä­ter die Rech­nung. Es drängt sich daher die Fra­ge auf, wel­che Mög­lich­kei­ten die Ver­si­cher­ten haben, um Kos­ten zu sen­ken oder sich aus einem Ver­trags­ver­hält­nis zu lösen.

PKV-Tarif­er­hö­hun­gen: Wel­che Hand­lungs­op­tio­nen haben die Pri­vat­ver­si­cher­ten?

Bei­trags­er­hö­hun­gen müs­sen nicht hin­ge­nom­men wer­den

Im Durch­schnitt betra­gen die jähr­li­chen Bei­trags­stei­ge­run­gen der pri­va­ten Ver­si­che­rer etwa 5 Pro­zent. Eini­ge Nega­tiv­bei­spie­le bele­gen sogar, dass eine 100-pro­zen­ti­ge Bei­trags­er­hö­hung in ledig­lich einer hal­ben Deka­de durch­aus denk­bar ist. Wer sich dar­über zu Recht erbost, hat eini­ge Hand­lungs­op­tio­nen und muss die­se Mehr­kos­ten durch­aus nicht ein­fach hin­neh­men. Der eine oder ande­re mag im Fal­le einer Tarif­er­hö­hung viel­leicht sogar wie­der in die Rich­tung der gesetz­li­chen Ver­si­che­rung schie­len, doch eine Rück­kehr ist lei­der nahe­zu unmög­lich. Ange­stell­te kön­nen zum Bei­spiel nur dann zur GKV zurück­keh­ren, wenn ihr monat­li­cher Lohn tat­säch­lich wie­der unter die Ver­si­che­rungs­pflicht­gren­ze fällt. Rea­lis­ti­scher ist indes ein Wech­sel zu einem ande­ren PKV-Anbie­ter. In der Regel sind die Kün­di­gung des Ver­si­che­rungs­schut­zes und der Über­tritt zu einem neu­en Anbie­ter ja nur am Ende des Jahres/​Vertragsjahres mög­lich. Die­se Regel ist aller­dings hin­fäl­lig, wenn die Ver­si­che­rung die Bei­trä­ge ver­än­dert hat. Dann kann der Kun­de näm­lich von sei­nem Son­der­kün­di­gungs­recht Gebrauch machen. Man soll­te als wech­sel­wil­li­ger Ver­si­che­rungs­neh­mer aller­dings wis­sen, dass eine Kün­di­gung in Deutsch­land durch den Ver­si­che­rungs­zwang nur dann mög­lich ist, wenn bereits ein neu­er Ver­si­che­rungs­ver­trag besteht. Erschwe­rend kommt hin­zu, dass PKV-Anbie­ter ja nicht gezwun­gen sind, jeden Antrags­stel­ler auf­zu­neh­men. Wir wol­len an die­ser Stel­le eben­falls dar­auf hin­wei­sen, dass sich aus finan­zi­el­ler Sicht ein Anbie­ter­wech­sel nicht in jedem Fall anbie­tet, da unter Umstän­den Alters­rück­stel­lun­gen ver­lo­ren gehen. Die­ser Schritt will also gut über­legt sein und die Aus­wahl eines pas­sen­den Pri­vat­ver­si­che­rers ist auch kei­ne wirk­lich unkom­pli­zier­te Ange­le­gen­heit.

Den rich­ti­gen Anbie­ter fin­den

Eine Über­sicht der Ein­zel­leis­tun­gen der PKV-Anbie­ter und Infor­ma­tio­nen zum The­ma Pri­va­te Kran­ken­ver­si­che­rung fin­det man heut­zu­ta­ge ganz leicht im Inter­net. Die soge­nann­ten Tarif­rech­ner hel­fen dabei, den pas­sen­den Anbie­ter zu fin­den. Es emp­fiehlt sich zudem, sich das Leis­tungs­spek­trum eines Anbie­ters ganz genau anzu­se­hen und unter Umstän­den auf bestimm­te Leis­tun­gen zu ver­zich­ten, um den Tarif mög­lichst gering zu hal­ten. Übri­gens kann man auch inner­halb sei­nes der­zei­ti­gen Ver­si­che­rungs­schut­zes in einen güns­ti­ge­ren Tarif wech­seln! Jeder Pri­vat­ver­si­cher­te hat näm­lich von Geset­zes wegen die Mög­lich­keit, in einen güns­ti­ge­ren Tarif sei­nes PKV-Anbie­ters mit min­des­tens glei­chem Leis­tungs­um­fang hin­über­zu­wech­seln. Infor­mie­ren muss man sich natür­lich sel­ber!