Beru­fungs­be­schwer

Die nach § 3 ZPO im frei­en Ermes­sen ste­hen­de Bewer­tung des Rechts­mit­tel­in­ter­es­ses kann vom Revi­si­ons­ge­richt nur dar­auf über­prüft wer­den, ob das Beru­fungs­ge­richt die gesetz­li­chen Gren­zen des ihm ein­ge­räum­ten Ermes­sens über­schrit­ten oder sein Ermes­sen feh­ler­haft aus­ge­übt hat 1.

Beru­fungs­be­schwer

Wen­det sich eine Par­tei mit ihrer Beru­fung gegen die Ver­ur­tei­lung, den Zutritt zu einem im gemein­sa­men Eigen­tum ste­hen­den Grund­stück zu gewäh­ren, bemisst sich ihre Beru­fungs­be­schwer nicht nach dem Inter­es­se der Gegen­sei­te an der Vor­nah­me der zu dul­den­den Hand­lung, son­dern nach ihrem Inter­es­se dar­an, die Hand­lung nicht dul­den zu müs­sen 2.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 31. März 2010 – XII ZB 130/​09

  1. im Anschluss an BGH, Beschluss vom 21.06.2000 – XII ZB 12/​97, NJW 2000, 3073[]
  2. im Anschluss an BGH, Beschlüs­se vom 04.11.1998 – XII ZB 111/​98, Fam­RZ 1999, 647; und vom 30.10.1991 – XII ZB 127/​91, NJW-RR 1992, 188[]