Kos­ten­vor­schuss durch den Gläu­bi­ger im Insol­venz­ver­fah­ren

Hat das Insol­venz­ge­richt, sach­ver­stän­dig bera­ten, den antrag­stel­len­den Gläu­bi­ger dahin beschie­den, es wer­de den Antrag ableh­nen, weil die Mas­se vor­aus­sicht­lich nicht aus­rei­che, die Kos­ten des Ver­fah­rens zu decken, der Gläu­bi­ger kön­ne dies aber durch Leis­tung eines Kos­ten­vor­schus­ses abwen­den, kann dem Gläu­bi­ger wegen des von ihm dar­auf­hin erbrach­ten Vor­schus­ses ein Ersatz­an­spruch auch dann zuste­hen, wenn das Insol­venz­ge­richt ver­fah­rens­feh­ler­haft die tat­säch­li­chen Grund­la­gen sei­ner Pro­gno­se­ent­schei­dung nicht hin­rei­chend ermit­telt hat­te.

Kos­ten­vor­schuss durch den Gläu­bi­ger im Insol­venz­ver­fah­ren

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 15. Janu­ar 2009 – IX ZR 56/​08