Män­gel­be­sei­ti­gung mit unver­hält­nis­mä­ßi­gem Auf­wand

Wel­cher Auf­wand muß ein Ver­mie­ter betrei­ben, um Män­gel an der Miet­woh­nung abzu­stel­len? Hier­zu hat nun der Bun­des­ge­richts­hof in einem Urteil Stel­lung genom­men: Wären die erfor­der­li­chen Auf­wen­dun­gen für die Besei­ti­gung eines Man­gels einer Woh­nung im Bereich des Gemein­schafts­ei­gen­tums vor­aus­sicht­lich unver­hält­nis­mä­ßig hoch und wür­den sie die "Opfer­gren­ze" für den Ver­mie­ter über­stei­gen, kann der Mie­ter vom Ver­mie­ter nicht die Besei­ti­gung des Man­gels ver­lan­gen. Grund­sätz­lich steht dem Ver­lan­gen einer Man­gel­be­sei­ti­gung jedoch nicht ent­ge­gen, daß der Ver­mie­ter der Eigen­tums­woh­nung die Zustim­mung der ande­ren Woh­nungs­ei­gen­tü­mer her­bei­füh­ren muß.

Män­gel­be­sei­ti­gung mit unver­hält­nis­mä­ßi­gem Auf­wand

BGH, Urteil vom 20. Juli 2005 – VIII ZR 342/​03