Nega­ti­ve Fest­stel­lungs­kla­ge – und der Streit­wert

Bei der nega­ti­ven (leug­nen­den) Fest­stel­lungs­kla­ge ist wegen der ver­nich­ten­den Wir­kung des obsie­gen­den Urteils der Streit­wert so hoch zu bewer­ten wie der Anspruch, des­sen sich der Geg­ner berühmt, also ohne Fest­stel­lungs­ab­schlag 1.

Nega­ti­ve Fest­stel­lungs­kla­ge – und der Streit­wert

Durch die Erhe­bung der auf Zah­lung gerich­te­ten Wider­kla­ge hat sich der Streit­wert jeden­falls nicht ver­rin­gert 2. Ob die nega­ti­ve Fest­stel­lungs­kla­ge durch die Leis­tungs­wi­der­kla­ge in Höhe des Kla­ge­an­trags Rn. 7d f)), kann dahin­ste­hen. Denn die Höhe des Streit­werts wird zumin­dest vor­lie­gend von der Zuläs­sig­keit der Kla­ge nicht berührt.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 9. Juni 2015 – IX ZR 257/​14

  1. BGH, Beschluss vom 29.04.2004 – III ZB 72/​03, WuM 2004, 352, 353; Zöller/​Herget, ZPO, 30. Aufl., § 3 Rn. 16 unter dem Stich­wort Fest­stel­lungs­kla­gen[]
  2. vgl. OLG Düs­sel­dorf, MDR 2003, 236 f[]