Stu­den­ten­wohn­heim

Für Wohn­raum in einem Stu­den­ten- oder Jugend­wohn­heim gel­ten gemäß § 549 Abs. 3 BGB die ins­be­son­de­re die Mie­ter­schutz­vor­schrif­ten der §§ 557 bis 561 sowie die §§ 573, 573a, 573d Abs. 1 und §§ 575, 575a Abs. 1, §§ 577, 577a BGB nicht.

Stu­den­ten­wohn­heim

Für das Vor­lie­gen eines „Stu­den­ten­wohn­heims“ im Sin­ne des § 549 Abs. 3 BGB ist not­wen­dig, aber auch aus­rei­chend, wenn Wohn­raum in hier­für bestimm­ten und geeig­ne­ten Gebäu­den an Stu­den­ten auf der Grund­la­ge eines insti­tu­tio­na­li­sier­ten sozia­len För­der­kon­zepts ver­mie­tet wird, nach dem die Woh­nungs­not der Stu­den­ten gera­de dadurch gelin­dert wer­den soll, dass ein plan­mä­ßi­ger zügi­ger Bewoh­ner­wech­sel eine mög­lichst gleich­mä­ßi­ge Ver­sor­gung der Stu­den­ten­schaft mit Wohn­heim­plät­zen ver­wirk­licht. Die Rota­ti­on muss nach abs­trakt-gene­rel­len Kri­te­ri­en vom Trä­ger gefor­dert und gehand­habt wer­den.

Die­ses För­der­kon­zept muss sich mit hin­rei­chen­der Deut­lich­keit aus Rechts­nor­men (z.B. § 2 Abs. 2 Stu­den­ten­werks­ge­setz in Ver­bin­dung mit der jewei­li­gen Sat­zung des Stu­den­ten­werks), ent­spre­chen­der Selbst­bin­dung (Stif­tungs- oder Ver­eins­sat­zung, Gesell­schafts­ver­trag) oder doch einer kon­stan­ten tat­säch­li­chen Übung erge­ben.

Land­ge­richt Hei­del­berg, Urteil vom 25. Febru­ar 2011 – 5 S 87/​10