Ver­sa­gung der Pro­zess­kos­ten­hil­fe – und die Rechts­be­schwer­de

Eine Rechts­be­schwer­de gegen den Pro­zess­kos­ten­hil­fe ver­sa­gen­den Beschluss des Ober­lan­des­ge­richts ist nur statt­haft, wenn sie nicht durch das Beschwer­de­ge­richt aus­drück­lich zuge­las­sen wur­de (§ 574 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 ZPO).

Ver­sa­gung der Pro­zess­kos­ten­hil­fe – und die Rechts­be­schwer­de

Das Gesetz sieht im Pro­zess­kos­ten­hil­fe­ver­fah­ren die Mög­lich­keit der Rechts­be­schwer­de nicht all­ge­mein vor (§ 127 Abs. 2 Satz 1, § 574 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 ZPO). Sie ist daher nur bei aus­drück­lich Zulas­sung durch das Beschwer­de­ge­richt statt­haft (§ 574 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 ZPO).

Gegen die Nicht­zu­las­sung der Rechts­be­schwer­de fin­det – anders als bei der Revi­si­on – auch kei­ne Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de statt 1.

Der Weg der außer­or­dent­li­chen Beschwer­de ist eben­falls nicht eröff­net 2 und ver­fas­sungs­recht­lich auch nicht gebo­ten 3.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 13. Mai 2015 – IX ZA 10/​15

  1. BGH, Beschluss vom 16.11.2006 – IX ZA 26/​06, WuM 2007, 41[]
  2. BGH, Beschluss vom 07.03.2002 – IX ZB 11/​02, BGHZ 150, 133 ff[]
  3. vgl. BVerfGE 107, 395 ff[]